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Diese Tendenz zur Desintegration und Renationalisierung trifft nicht nur die Krisenstaaten, sondern auch Länder mit hoher Kreditwürdigkeit. Als der Euro 1999 eingeführt wurde, hatte das sehr positive Effekte. Denn auf den Finanzmärkten stand Unternehmen und Staaten mit einem Mal deutlich mehr Kapital zur Verfügung, um Investitionen zu finanzieren. Als logische Folge erhöhten sich die Forderungen der Banken aus den wichtigsten Euroländern gegenüber der Eurozone bis 2008 um fast das 4,5-Fache.

Seit der Finanzkrise hat sich der Trend umgekehrt: Zwischen dem zweiten Quartal 2008 und dem ersten Quartal 2012 sind die Bankenforderungen gegenüber der Eurozone um 42 Prozent, gegenüber den Krisenstaaten sogar um mehr als 50 Prozent gesunken. Nach der Lehman-Pleite mussten sich viele Banken gesundschrumpfen, indem sie Kredite abbauten. Im Zuge der Euro-Schuldenkrise kam es vor allem zu einem Rückzug aus den Krisenstaaten. Ob es mit der Desintegration weitergeht, hängt jetzt in erster Linie vom weiteren Krisenverlauf ab.

Jürgen Matthes / Simon Rother
Krisenwirkungen auf die Finanzverflechtungen im Euroraum
IW-Trends 4/2012

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Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperity
Gastbeitrag, 20. Juni 2017

Hubertus Bardt on KKC International Platform Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperityArrow

In an environment with growing protectionism and the danger of economic disintegration and shocks for the global trade policy system, a free trade agreement between Japan and Europe could set a positive example. Progress in the negotiations are necessary to foster growth and prosperity and to send a message to other countries, that modern market economies rely on good trade relations. mehr

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

Brexit
IW-Nachricht, 19. Juni 2017

Jürgen Matthes Brexit: Missverständnisse vermeidenArrow

Fast ein Jahr nach dem Referendum beginnen heute die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Die Lage scheint vertrackt, doch in der öffentlichen Debatte wird die bisherige Position der britischen Regierung häufig missverstanden – und damit auch die Chancen für konstruktive Verhandlungen übersehen. mehr