Exporte sind kräftig gewachsen Image
Quelle: Fotolia

Spanien beispielsweise verringerte sein Minus im Außenhandel mit Waren und Dienstleistungen von 5,8 Prozent auf nur noch 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2011. Griechenland und Portugal konnten ihre Handelsbilanzdefizite immerhin um mehr als die Hälfte abbauen. Zu dieser Entwicklung hat vor allem das dynamische Exportwachstum seit 2009 beigetragen. Allein im Jahr 2011 sind die Waren- und Dienstleistungsausfuhren in Portugal, Griechenland und Spanien um schätzungsweise 7 bis 9 Prozent gestiegen – und damit in etwa so stark wie in Deutschland. Zudem konnten diese Länder auf ihren Absatzmärkten Marktanteile hinzugewinnen.

Bemerkenswert ist diese positive Entwicklung umso mehr, als sich an der Preis- und Kostensituation der Euro-Krisenländer im vergangenen Jahr meist nur wenig geändert hat. Vor diesem Hintergrund ist zweifelhaft, ob diese Staaten wirklich weitere drastische Lohnsenkungen – manche Ökonomen fordern Kürzungen von bis zu 30 Prozent – vornehmen müssen, um ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Jürgen Matthes
Rebalancing der Leistungsbilanzdefizite in den Peripheriestaaten des Euroraums
IW-Trends 1/2012

Ansprechpartner

Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperity
Gastbeitrag, 20. Juni 2017

Hubertus Bardt on KKC International Platform Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperityArrow

In an environment with growing protectionism and the danger of economic disintegration and shocks for the global trade policy system, a free trade agreement between Japan and Europe could set a positive example. Progress in the negotiations are necessary to foster growth and prosperity and to send a message to other countries, that modern market economies rely on good trade relations. mehr

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

Brexit
IW-Nachricht, 19. Juni 2017

Jürgen Matthes Brexit: Missverständnisse vermeidenArrow

Fast ein Jahr nach dem Referendum beginnen heute die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Die Lage scheint vertrackt, doch in der öffentlichen Debatte wird die bisherige Position der britischen Regierung häufig missverstanden – und damit auch die Chancen für konstruktive Verhandlungen übersehen. mehr