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Das IW Köln hat am Mittwochabend sein neues Büro in Brüssel eröffnet. Quelle: Giorgio Galeotti Flickr

Seien es Analysen zur Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) oder Reformvorschläge für die EU-Krisenstaaten: Schon jetzt beschäftigen sich IW-Forscher fast täglich mit Europa und den europäischen Institutionen. Zudem beeinflussen die wirtschaftspolitischen Weichen, die in Brüssel gestellt werden, direkt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Mit der Eröffnung eines Büros in Brüssel werden diese Aspekte in der Arbeit des IW Köln künftig eine noch zentralere Rolle spielen.

„Das IW hat jetzt, als erstes deutsches Wirtschaftsforschungsinstitut in Brüssel, eine Vorreiterrolle, die es zu nutzen gilt“, sagt Büroleiterin Sandra Parthie. Sie arbeitet bereits seit knapp zehn Jahren in Brüssel, erst als Büroleiterin eines Europaabgeordneten, dann für den Energie- und Technologiekonzern Alstom. Markus Mill, zuvor persönlicher Referent von IW-Direktor Michael Hüther, unterstützt sie als European Affairs Coordinator.

Zuerst wollen Parthie und Mill das IW und seine wirtschaftspolitischen Expertisen in Brüssel bekannter machen. Sie suchen dafür den Kontakt zu Vertretungen deutscher und internationaler Unternehmensverbände in Brüssel, um – mit dem Finger am Puls der Wirtschaft – durch wissenschaftliche Beiträge und Analysen des IW einen Mehrwert für die europa- und wirtschaftspolitischen Diskussionen zu schaffen.

Das Kölner Institut will sich auch an wissenschaftlichen Ausschreibungen auf europäischer Ebene beteiligen, beispielsweise an Studien für das Europäische Parlament und die Europäische Kommission. Das soll, so Parthie, gerne in Kooperation mit anderen nationalen und europäischen Think Tanks und Wirtschaftsforschungsinstituten geschehen: „Wir wollen nicht als Einzelkämpfer agieren. Wir haben unsere Kompetenzen, andere haben die ihren. Daraus lassen sich am besten gemeinsam neue Ansätze und Lösungen entwickeln.“

Ansprechpartner

EU-Reform: Europa, pack es an!
Gastbeitrag, 8. August 2017

Agnès Bénassy-Quéré, Michael Hüther, Philippe Martin und Guntram Wolff auf Spiegel Online und in Le Monde EU-Reform: Europa, pack es an!Arrow

Die Europäische Union hat jetzt die Chance, sich zu erneuern - wenn sie die richtigen Weichen stellt. Was muss jetzt getan werden? Drei gemeinsame Vorschläge von vier europäischen Wirtschaftsexperten auf Spiegel Online und in der französischen Tageszeitung Le Monde (die französische Version steht unter dem deutschen Beitrag). mehr

A new chance for private pension saving?
IW-Kurzbericht, 7. August 2017

Markus Demary / Susanna Kochskämper A new chance for private pension saving? Arrow

The European Commission aims at strengthening the cross-border provision of pension products by the introduction of Pan-European Personal Pensions (PEPP) as a new regime on top of existing national frameworks. However, a pre-requisite for the success of PEPP will be the support of the national legislators for this framework. mehr