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In den meisten Paar-Haushalten sorgt mindestens einer der Partner mithilfe des Arbeitgebers für das Alter vor. Foto: AdamGregor/iStock

Bei Fragen rund um die BAV mangelt es vor allem an einem: verlässlichen Daten. „Das Vorsorgeverhalten der Deutschen ist komplex, aber bislang nur ausschnittsweise erforscht“, sagt IW-Steuerexperte Martin Beznoska. Einschlägige Studien werfen häufig mehr Fragen auf, als sie beantworten. Deshalb bezweifelt das IW den Sinn der aktuell diskutierten Vorschläge zur Reform der Alterssicherung. So sollen im Sozialpartnermodell die Tarifpartner gemeinsam Pensionsfonds betreiben und Beitragszahlungen zur BAV in Tarifverträgen verankern.

Auf Basis von Haushaltsdaten untersuchen die IW-Autoren, wie weit die BAV in Deutschland verbreitet ist. Nach deren Berechnungen gibt es in bis zu 66 Prozent der Paar-Haushalte mindestens eine BAV. Es sei jedoch nicht sinnvoll, bei der Altersvorsorge nur auf die BAV zu schauen, so die Autoren der Studie. Werden alle privaten Vorsorgemöglichkeiten betrachtet, verfügen bis zu 90 Prozent der Paar-Haushalte über eine Zusatzvorsorge. „Vor allem Paaren ist klar, dass sie eine ergänzende Altersvorsorge brauchen – und sie sorgen in der Regel vor“, sagt Jochen Pimpertz, Leiter des Kompetenzfeldes Soziale Sicherung im IW Köln.

Ohnehin ist laut IW-Studie die Arbeitslosigkeit das größte Hindernis bei der Vorsorge. „Das ist ein Problem, das die Politik mit Vorschlägen zur betrieblichen Vorsorge allein nicht lösen kann“, sagt Beznoska. Zudem bleibt unklar, was der optimale Verbreitungsgrad der betrieblichen Altersvorsorge ist. „Die Analysen zeigen, dass viel mehr Forschung nötig ist als politischer Handlungsbedarf“, so Pimpertz.

IW-Trends

Martin Beznoska / Jochen Pimpertz: Neue Empirie zur betrieblichen Altersvorsorge

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Ansprechpartner

IW policy paper, 3. November 2017

Wido Geis Labour market potentials of the freedom of movement for workersArrow

The freedom of movement for workers is one of the core principles of the European Union and most Europeans have positive attitude towards it. 75 percent regard it as a good and only 9 percent as a bad thing. Nevertheless, the number of persons moving from one EU member country to another is still small. mehr

Regionale Potenziale nutzen
Pressemitteilung, 2. November 2017

Hanno Kempermann / Agnes Millack Regionale Potenziale nutzenArrow

Die deutschen Großstädte boomen, die ländlichen Gegenden veröden. Zwar haben viele Regionen Entwicklungspotenzial, aber sie nutzen ihre Chancen bislang zu wenig, zeigt der Regionale Chancen Monitor (RCM) der IW Consult, einem Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr