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Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor. Als Gründe für diesen positiven Trend nennen die IW-Forscher eine bessere frühkindliche Bildung, den Ausbau der Ganztagsschulen und die Entspannung am Lehrstellenmarkt. Das ist nicht die einzige erfreuliche Entwicklung. Auch die Arbeitsmarktlage für die 20- bis 29-Jährigen ohne Berufsabschluss hat sich spürbar verbessert. So stieg der Anteil der Erwerbstätigen unter ihnen zwischen 2005 und 2011 von 46,8 auf 52,3 Prozent. Damit sind sie allerdings immer noch deutlich seltener erwerbstätig als Personen in derselben Altersgruppe mit beruflichem Abschluss.

Die IW-Forscher verweisen darauf, dass es bestimmte Gruppen gibt, die besonders gefährdet sind, keinen Berufsabschluss zu erzielen. Unter den Personen im Alter von 20 bis 29 Jahren ohne berufsqualifizierenden Abschluss sind überdurchschnittlich viele ohne Schulabschluss oder mit Migrationshintergrund. Sehr stark betroffen sind zudem alleinerziehende Mütter. Über ein Drittel (35,6 Prozent) von ihnen hat keinen beruflichen Abschluss.

Die Untersuchung hat auch große regionale Unterschiede zutage gefördert. So lag der Anteil der berufslosen jungen Menschen 2011 in Thüringen mit 7,5 Prozent besonders niedrig, am höchsten war der Wert im Saarland mit 18,4 Prozent.

Ina Esselmann / Wido Geis / Lydia Malin
Junge Menschen ohne beruflichen Abschluss
IW-Trends 4/2013

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