Die Krisenländer bremsen ab Image
Quelle: mrcatmint - Fotolia

Das geht aus einer soeben vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) vorgelegten internationalen Vergleichsstudie zu den industriellen Arbeitskosten hervor. Demnach zeigt sich für die Wettbewerbsfähigkeit der nach wie vor arg gebeutelten griechischen Wirtschaft ein Silberstreif am Horizont, weil die industriellen Arbeitskosten deutlich gesunken sind. In den Jahren 2011 und 2012 betrug der Rückgang 5 bzw. 7 Prozent. Ähnlich positiv verlief die Entwicklung in Portugal. Dort gingen die Arbeitskosten im Verarbeitenden Gewerbe allein 2012 um 4 Prozent zurück. Beide Länder belegen damit im internationalen Arbeitskostenranking einen mittleren Platz.

Ganz anders fallen die Zahlen für Deutschland aus: In Westdeutschland stiegen die Arbeitskosten in den vergangenen zwei Jahren um jeweils 3,5 Prozent – und damit deutlich schneller als bei der Konkurrenz. Mit 36,98 Euro pro Arbeitnehmerstunde befindet sich die deutsche Industrie, der oftmals Lohndumping vorgeworfen wird, im internationalen Kostenvergleich in der Spitzengruppe auf Platz sechs. Von den großen Volkswirtschaften erreicht nur Frankreich mit 36,77 Euro das deutsche Niveau. Im Vergleich dazu liegen die Konkurrenten Japan, USA und Großbritannien bei den Arbeitskosten um bis zu einem Drittel niedriger. Erste Zahlen für 2013 deuten darauf hin, dass sich Deutschlands Kostenposition weiter verschlechtert.

Christoph Schröder
Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich
IW-Trends 3/2013

Ansprechpartner

Anstieg der Metallpreise gewinnt an Dynamik
Gastbeitrag, 8. September 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Anstieg der Metallpreise gewinnt an DynamikArrow

Der starke Euro dämpft den Preisanstieg der Metallimporte im Euroraum, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. mehr

30. August 2017

Thomas Puls E-Autos made in Germany: Im Ausland gefragter als zu HauseArrow

Hat die deutsche Autoindustrie das Elektroauto verpennt? Die Absatzzahlen des vergangenen Jahres sprechen eine klare Sprache: Zwar sind E-Autos in Deutschland noch immer Ladenhüter, auf dem Weltmarkt mischen die deutschen Hersteller jedoch kräftig mit und erreichen einen fast so hohen Marktanteil wie bei den konventionellen Pkws. mehr auf iwd.de

Gastbeitrag, 29. August 2017

Hubertus Bardt auf Focus Online Über Innovationen entscheidet nicht der Staat, sondern der KundeArrow

Seit einiger Zeit ist wieder verstärkt das Loblied auf staatliche festgelegte Innovationen zu hören. Sogar der Wirtschaftsweise Peter Bofinger fordert mehr Zentralismus. Doch das ist ein Irrweg, schreibt IW-Wissenschaftsleiter Hubertus Bardt in einem Gastbeitrag auf Focus Online. mehr