Neben den Löhnen und Gehältern umfassen die Arbeitskosten vor allem die Beiträge zu den gesetzlich vorgeschriebenen Sozialversicherungen sowie Leistungen für die betriebliche Altersvorsorge. Im Jahr 2012 mussten Industrieunternehmen dafür noch einmal 28,8 Prozent auf die Bruttolöhne drauflegen.

Im laufenden Jahr werden die Unternehmen durch die gesunkenen Beitragssätze zur Rentenversicherung zwar etwas entlastet. Die Arbeitskosten werden aber dennoch steigen, schließlich haben Arbeitgeber und Gewerkschaften bereits viele Tarifabschlüsse mit Gehaltssteigerungen vereinbart. Schon 2012 legte der Jahresverdienst der Arbeitnehmer in der Industrie um 2,9 Prozent zu; nach Abzug der Inflation blieb davon knapp 1 Prozent übrig.

Christoph SchröderDie Struktur der Arbeitskosten in der deutschen WirtschaftIW-Trends 2/2013