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Das geht aus einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) auf der Grundlage des „Sozio-oekonomischen Panels“ hervor. Dafür wurden 1.000 Arbeitslose, Schüler, Studenten und Nichterwerbstätige nach dem Lohn gefragt, den sie mindestens verlangen, um eine Stelle anzutreten.Demnach lag der durchschnittliche Nettostundenlohn, den Arbeitslose fordern, im Jahr 2010 bei knapp 7,50 Euro. Daraus leitet sich für Kinderlose in der Steuerklasse I ein Bruttolohn von knapp 11 Euro ab.

Auch mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit verändert sich der überhöhte Anspruchslohn kaum. Dadurch steigt die Gefahr von Langzeitarbeitslosigkeit, die wiederum die Verdienstchancen weiter sinken lässt. Anders dagegen ist die Situation von ehemals Arbeitslosen, die einen Job gefunden haben. Sie richteten ihre Ansprüche stärker an den Marktgegebenheiten aus und lagen mit ihren Lohnvorstellungen um nur 9 Prozent über dem üblichen Marktlohn.

Um Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern, empfehlen die IW-Forscher eine intensivere Betreuung durch die Arbeitsagenturen. Diese sollten Arbeitslose laufend mit aktuellen Jobangeboten versorgen und verstärkt zur eigenständigen Arbeitssuche motivieren.

Holger Schäfer / Jörg Schmidt
Anspruchslöhne in Deutschland - Aktuelle empirische Befunde
IW-Trends 4/2012

Ansprechpartner

Gastbeitrag, 17. August 2017

Holger Schäfer auf xing.com Kein Mensch darf abgeschrieben werdenArrow

Aktuell sieht es auf dem deutschen Arbeitsmarkt eigentlich gut aus. Doch nach wie vor sind rund eine Million Menschen langfristig Hartz-4-Empfänger, ähnlich hoch ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen. Auf der XING-Debattenplattform Klartext fordert IW-Ökonom Holger Schäfer Menschen nicht dauerhaft als chancenlos abzuschreiben. mehr

3. August 2017

Jürgen Matthes Arbeitsmärkte in Krisenländern lassen hoffenArrow

Mit Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern steckten gleich sechs der 19 Euroländer jahrelang in einer tiefen Krise. Die ist zwar längst nicht ausgestanden, aber zumindest die Entwicklung auf den Arbeitsmärkten lässt hoffen – nur ein Land scheint nicht recht voranzukommen. mehr auf iwd.de

AfD-Wähler in NRW
IW-Kurzbericht, 1. August 2017

Knut Bergmann / Matthias Diermeier / Judith Niehues NRW-Wahl: Nur wenige AfD-Wähler arbeitslosArrow

Obwohl die Bedingungen für einen Wahlerfolg der AfD bei der Landtagswahl am 13. Mai 2017 günstig waren, fiel das Ergebnis eher schlecht aus. Besonders gut schnitt die AfD in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen des Ruhrgebiets mit hoher Arbeitslosigkeit ab. Arbeitslose selbst jedoch stellen nur eine kleine Gruppe des AfD-Elektorats, das sich hauptsächlich aus Angestellten und Arbeitern zusammensetzt. mehr