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Das geht aus einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) auf der Grundlage des „Sozio-oekonomischen Panels“ hervor. Dafür wurden 1.000 Arbeitslose, Schüler, Studenten und Nichterwerbstätige nach dem Lohn gefragt, den sie mindestens verlangen, um eine Stelle anzutreten.Demnach lag der durchschnittliche Nettostundenlohn, den Arbeitslose fordern, im Jahr 2010 bei knapp 7,50 Euro. Daraus leitet sich für Kinderlose in der Steuerklasse I ein Bruttolohn von knapp 11 Euro ab.

Auch mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit verändert sich der überhöhte Anspruchslohn kaum. Dadurch steigt die Gefahr von Langzeitarbeitslosigkeit, die wiederum die Verdienstchancen weiter sinken lässt. Anders dagegen ist die Situation von ehemals Arbeitslosen, die einen Job gefunden haben. Sie richteten ihre Ansprüche stärker an den Marktgegebenheiten aus und lagen mit ihren Lohnvorstellungen um nur 9 Prozent über dem üblichen Marktlohn.

Um Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern, empfehlen die IW-Forscher eine intensivere Betreuung durch die Arbeitsagenturen. Diese sollten Arbeitslose laufend mit aktuellen Jobangeboten versorgen und verstärkt zur eigenständigen Arbeitssuche motivieren.

Holger Schäfer / Jörg Schmidt
Anspruchslöhne in Deutschland - Aktuelle empirische Befunde
IW-Trends 4/2012

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15. März 2017

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Als Regierungschef formulierte Gerhard Schröder 2003 die Agenda 2010. Heute wollen die Sozialdemokraten Teile der Reform am liebsten rückgängig machen. IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer erklärt im iwd-Interview, warum damit keinem geholfen wäre. mehr auf iwd.de

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Arbeitsmarkt Die Agenda 2010 – ein Reformpaket im FokusArrow

Heute werden die Reformen, die die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab 2003 umsetzte, oft auf „Hartz IV“ reduziert – tatsächlich aber besteht die Agenda 2010 aus einem umfangreichen Reformpaket. Neben den Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Rentenversicherung – von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet – gab es noch zahlreiche Reformen in der Gesundheits- und der Finanzpolitik. mehr auf iwd.de

Interview, 13. März 2017

Holger Schäfer auf mdr.de „Fehlanreize verfestigen Arbeitslosigkeit”Arrow

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