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So sei die Zahl der Arbeitslosen von mehr als 5 Millionen in der Spitze inzwischen auf rund 3 Millionen gesunken. Gleichzeitig habe es mit 41,5 Millionen noch nie so viele Erwerbstätige gegeben wie heute. Die Kritik, bei den neuen Jobs handele es sich nicht um vollwertige, sondern um prekäre Beschäftigungsverhältnisse, lässt Hüther nicht gelten. Seit 2005 seien nämlich 2,7 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden. Wie wichtig und richtig die Reform war, zeige ein Blick über die Grenzen: In Frankreich liege die Jugendarbeitslosigkeit bei mehr als 20 Prozent; die Quote in Italien werde sogar auf etwa 35 Prozent beziffert gegenüber etwa 8 Prozent in Deutschland.

Besonders angesichts des demografischen Wandels darf laut Hüther der Reformwille nicht erlahmen. Hier stünden die Gesetzliche Krankenversicherung und die Pflegeversicherung im Fokus. Als weitere mögliche Reformschritte nannte der IW-Direktor den Ausbau der Ganztagsbetreuung und des Angebots an Sprachkursen für Migranten, eine bessere Aktivierung von Arbeitslosen durch die Job-Center, neue Hinzuverdienstregeln beim Arbeitslosengeld II und eine leichtere Befristung von Arbeitsverträgen. Hüther: „Wir können nichts Besseres tun, als den Weg der Agenda 2010 weiterzugehen – denn sie hat Deutschland gerechter gemacht.“

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15. März 2017

Interview „Es wäre unfassbar schädlich“Arrow

Als Regierungschef formulierte Gerhard Schröder 2003 die Agenda 2010. Heute wollen die Sozialdemokraten Teile der Reform am liebsten rückgängig machen. IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer erklärt im iwd-Interview, warum damit keinem geholfen wäre. mehr auf iwd.de

14. März 2017

Arbeitsmarkt Die Agenda 2010 – ein Reformpaket im FokusArrow

Heute werden die Reformen, die die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab 2003 umsetzte, oft auf „Hartz IV“ reduziert – tatsächlich aber besteht die Agenda 2010 aus einem umfangreichen Reformpaket. Neben den Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Rentenversicherung – von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet – gab es noch zahlreiche Reformen in der Gesundheits- und der Finanzpolitik. mehr auf iwd.de

Interview, 13. März 2017

Holger Schäfer auf mdr.de „Fehlanreize verfestigen Arbeitslosigkeit”Arrow

Die SPD will mehr Arbeitslosen länger ALG I zahlen. Zugleich plant sie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Für ALG-II-Empfänger soll das Schonvermögen verdoppelt werden. Der Wirtschaftswissenschaftler Holger Schäfer von Institut der deutschen Wirtschaft Köln sieht die Pläne kritisch. Er warnt, Alimentierung verfestige Arbeitslosigkeit. Außerdem rechnet er mit höheren Kosten als von der SPD veranschlagt. mehr