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So sei die Zahl der Arbeitslosen von mehr als 5 Millionen in der Spitze inzwischen auf rund 3 Millionen gesunken. Gleichzeitig habe es mit 41,5 Millionen noch nie so viele Erwerbstätige gegeben wie heute. Die Kritik, bei den neuen Jobs handele es sich nicht um vollwertige, sondern um prekäre Beschäftigungsverhältnisse, lässt Hüther nicht gelten. Seit 2005 seien nämlich 2,7 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden. Wie wichtig und richtig die Reform war, zeige ein Blick über die Grenzen: In Frankreich liege die Jugendarbeitslosigkeit bei mehr als 20 Prozent; die Quote in Italien werde sogar auf etwa 35 Prozent beziffert gegenüber etwa 8 Prozent in Deutschland.

Besonders angesichts des demografischen Wandels darf laut Hüther der Reformwille nicht erlahmen. Hier stünden die Gesetzliche Krankenversicherung und die Pflegeversicherung im Fokus. Als weitere mögliche Reformschritte nannte der IW-Direktor den Ausbau der Ganztagsbetreuung und des Angebots an Sprachkursen für Migranten, eine bessere Aktivierung von Arbeitslosen durch die Job-Center, neue Hinzuverdienstregeln beim Arbeitslosengeld II und eine leichtere Befristung von Arbeitsverträgen. Hüther: „Wir können nichts Besseres tun, als den Weg der Agenda 2010 weiterzugehen – denn sie hat Deutschland gerechter gemacht.“

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Gastbeitrag, 17. August 2017

Holger Schäfer auf xing.com Kein Mensch darf abgeschrieben werdenArrow

Aktuell sieht es auf dem deutschen Arbeitsmarkt eigentlich gut aus. Doch nach wie vor sind rund eine Million Menschen langfristig Hartz-4-Empfänger, ähnlich hoch ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen. Auf der XING-Debattenplattform Klartext fordert IW-Ökonom Holger Schäfer Menschen nicht dauerhaft als chancenlos abzuschreiben. mehr

3. August 2017

Jürgen Matthes Arbeitsmärkte in Krisenländern lassen hoffenArrow

Mit Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern steckten gleich sechs der 19 Euroländer jahrelang in einer tiefen Krise. Die ist zwar längst nicht ausgestanden, aber zumindest die Entwicklung auf den Arbeitsmärkten lässt hoffen – nur ein Land scheint nicht recht voranzukommen. mehr auf iwd.de

AfD-Wähler in NRW
IW-Kurzbericht, 1. August 2017

Knut Bergmann / Matthias Diermeier / Judith Niehues NRW-Wahl: Nur wenige AfD-Wähler arbeitslosArrow

Obwohl die Bedingungen für einen Wahlerfolg der AfD bei der Landtagswahl am 13. Mai 2017 günstig waren, fiel das Ergebnis eher schlecht aus. Besonders gut schnitt die AfD in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen des Ruhrgebiets mit hoher Arbeitslosigkeit ab. Arbeitslose selbst jedoch stellen nur eine kleine Gruppe des AfD-Elektorats, das sich hauptsächlich aus Angestellten und Arbeitern zusammensetzt. mehr