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Gleichwohl gibt es Beschäftigtengruppen, die wechselfreudiger sind als andere: Jüngere, Hochqualifizierte oder Menschen ohne Migrationshintergrund weisen in der Regel eine höhere Mobilität auf als andere Personengruppen. Junge Leute wechseln naturgemäß schneller ihren Job, weil sie noch den idealen Arbeitsplatz und Arbeitgeber suchen. Rechnerisch treten die 15- bis 24-Jährigen alle zwei Jahre eine neue Stelle an, während die Generation 50plus dies nur alle sechs Jahre tut. Auch Qualifizierte wechseln häufiger: Bei Uni-Absolventen ist die Wechselwahrscheinlichkeit um fast ein Drittel höher als bei Arbeitnehmern mit abgeschlossener Berufsausbildung. Eine Ursache ist, dass sich für Hochqualifizierte der Antritt einer neuen Stelle oft auch finanziell mehr lohnt als für Bewerber, die nur einen Lehrabschluss in der Tasche haben. Auch Männer weisen eine höhere Fluktuationsrate auf als Frauen – und zwar auch dann, wenn sie das gleiche Qualifikationsniveau haben wie ihre Kolleginnen. Gleiches gilt für einheimische Beschäftigte im Vergleich zu erwerbstätigen Migranten: Die Wechselwahrscheinlichkeit der Arbeitnehmer mit fremden Wurzeln ist um ein Fünftel geringer.

Oliver Stettes
Mobilität der Arbeitskräfte – gesamtwirtschaftliche Evidenz und individuelle EinflussfaktorenIW-Trends 4/2011

4. Oktober 2017

Markus Körbel / Sarah Pierenkemper / Michael Zibrowius Personalsuche im AuslandArrow

Deutsche Unternehmen haben auch an ihren Auslandsstandorten oft damit zu kämpfen, dass es an beruflich qualifizierten Mitarbeitern mangelt. Was die Betriebe dagegen tun können, zeigt das IW Köln am Beispiel von sechs Schwellenländern. mehr auf iwd.de

2. Oktober 2017

Alexander Burstedde Fachkräftemangel: Die Kleinen trifft’s am meistenArrow

Kleinere und mittlere Unternehmen haben fast doppelt so häufig Probleme, freie Stellen zu besetzen, wie große Firmen. Um dem Fachkräftemangel in Deutschland zu begegnen, sollten deshalb vor allem mittelständische Betriebe die staatlichen Unterstützungsangebote verstärkt wahrnehmen. mehr auf iwd.de

Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt: Wechseln ist aufwendig
Interview, 29. September 2017

Holger Schäfer in der Süddeutschen Zeitung Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt: Wechseln ist aufwendigArrow

Wo Lücken gefüllt werden müssen, ist die Fluktuation hoch, sagt IW-Arbeitsmarktökonom Holger Schäfer im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. In Branchen dagegen, die ein hohes Qualifikationsniveau erfordern, ist sie geringer. mehr