Aufschwung festigt sich Image
Quelle: Fotolia

Danach geben 32 der 45 befragten Wirtschaftsverbände an, die Stimmungslage in ihren Unternehmen sei besser als zum vergangenen Jahreswechsel. Weitere 9 Verbände berichteten von einer unveränderten und lediglich 4 von einer verschlechterten geschäftlichen Situation.

Auch für das kommende Jahr gehen die meisten Sparten von einem anhaltenden Aufwärtstrend aus. „Die robuste Weltkonjunktur lässt gerade die Nachfrage nach Waren ‚made in Germany‘ weiter steigen. Gleichzeitig beob­achten wir aber auch eine wesentliche Verbesserung der Binnenkonjunktur. Es sollte damit zu einem selbsttragenden Aufschwung kommen, auf den wir seit Jahren gewartet haben“, so der IW-Direktor weiter. Zugleich warnt Hüther vor Fehlentscheidungen insbesondere in der Lohnpolitik – das in Gang gekommene Wachstum dürfe nicht durch überzogene Tarifabschlüsse mittelfristig gefährdet werden.

Die Perspektiven für 2007 im Einzelnen:

Produktion

  • Die deutliche Mehrheit von 31 Wirtschaftsverbänden erwartet eine etwas höhere Produktion oder einen etwas höheren Umsatz als im Jahr 2006. Die Kunststoffverarbeitung sowie die Speditionen gehen sogar von wesentlich besseren Geschäften aus.
  • Mit einem gleichbleibenden Ergebnis rechnen 7 Wirtschaftsbereiche.
  • Lediglich 6 Sparten stellen sich auf leicht sinkende Produktions- bzw. Umsatzzahlen ein – darunter die Bauindustrie und der Einzelhandel.

Investitionen

  • Die Chancen für einen nachhaltigen Aufschwung sind gut – immerhin 22 Verbände prognostizieren, dass die ihnen angeschlossenen Unternehmen 2007 ihre Investitionstätigkeit ausweiten, weitere 20 haben konstante Investitionsbudgets auf der Rechnung.
  • Gerade einmal 3 Branchen sehen die Investitionsentwicklung skeptisch.

Beschäftigung

  • Der Arbeitsmarkt bereitet den vom IW befragten Verbänden trotz des Konjunkturhochs weiterhin Sorgen. Zwar halten 9 Branchen einen Anstieg der Beschäftigtenzahl in ihren Unternehmen für wahrscheinlich, 11 kalkulieren jedoch mit einem Personalabbau.
  • Die Mehrzahl der Wirtschaftsbereiche – insgesamt 25 – geht von einer unveränderten Mitarbeiterzahl in ihren Betrieben aus.

IW-Verbandsumfrage 2007
Download | PDF

Realeinkommen
Pressemitteilung, 26. Oktober 2017

Judith Niehues Realeinkommen: Auch die unteren Einkommen legen zuArrow

Es ist ein gefundenes Fressen für Schwarzmaler: Die Einkommen der ärmsten 40 Prozent der Deutschen seien seit der Wiedervereinigung real kaum gestiegen. Doch eine neue Studie des IW Köln zeigt, dass dieser Befund wenig robust ist. mehr

Gute Stimmung vor der Haustür
Gastbeitrag, 23. Oktober 2017

Michael Grömling in den VDI-Nachrichten Konjunkturampel: Gute Stimmung vor der HaustürArrow

Die deutsche Wirtschaft zeichnet sich derzeit durch ein robustes und breit angelegtes Wachstum aus. Sowohl die Inlandsnachfrage als auch das Auslandsgeschäft treiben die Konjunktur hierzulande an, schreibt IW-Konjunkturforscher Michael Grömling in den VDI-Nachrichten. mehr

IW-Trends, 12. Oktober 2017

Hubertus Bardt Afrikas divergierende wirtschaftliche PotenzialeArrow

Der afrikanische Kontinent hat in den letzten Jahren wieder deutlich mehr internationale Aufmerksamkeit erfahren, zuletzt bei dem G20-Treffen in Hamburg. Zunehmend werden dabei auch wirtschaftliche Chancen und die Einbindung in internationale Wertschöpfungsketten diskutiert. mehr