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Zu diesem Ergebnis kommen Modellrechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, die ermittelt haben, wie sich die von der EU-Kommission bezifferten globalen Klimaschutzkosten von jährlich 175 Milliarden Euro bis 2020 auf die beteiligten Staaten aufteilen. Zur Diskussion stehen dabei unter anderem Finanzierungsvorschläge, nach denen diese Summe auf Basis des Bruttoinlandsprodukts oder der Kohlendioxid-Emissionen der Industrieländer aufgeteilt wird. Beide Varianten kommen die wirtschaftlich hochentwickelten Staaten daher relativ teuer.

Ein bislang noch wenig diskutierter Vorschlag sieht vor, die mittel- und osteuropäischen Transformationsländer sowie Russland mit ins Finanzierungsboot zu holen und die Kostenbeiträge an den CO2-Reduktionszielen der Staaten festzuzurren – wer relativ zu den anderen am ehrgeizigsten ist, zahlt dann auch am wenigsten in den Klimaschutztopf ein. Wird das Ziel jedoch nicht erreicht, muss das betreffende Land nachzahlen. Da Deutschland eine ehrgeizige Klimapolitik verfolgt, käme es in diesem Fall recht günstig weg und hätte jährliche Kosten von 8,4 Milliarden Euro zu schultern.

Hubertus Bardt, Stefanie Heidrich
Finanzierungsoptionen für den globalen Klimaschutz
IconIW-Trends 4/2009

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7. November 2017

Interview mit Jürgen Hacker „Nationale Alleingänge sind in der Klimapolitik kontraproduktiv“Arrow

Immer wieder wird das Emissionshandelssystem der EU dafür kritisiert, das Klima nicht ausreichend zu schützen. Doch trotz einiger Unzulänglichkeiten ist es für den Umweltökonomen Jürgen Hacker der beste Weg, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Im iwd-Interview erklärt der Vorsitzende des Bundesverbands Emissionshandel und Klimaschutz (bvek), wie sich der Zertifikatehandel noch optimieren ließe. mehr auf iwd.de

6. November 2017

Benjamin Tischler Klimapolitik: Worthülsen mit Inhalt füllen Arrow

Vom 6. bis zum 17. November schaut die Welt gebannt auf Bonn. Denn auf der 23. UN-Klimakonferenz geht es darum, die bislang überwiegend vagen Worthülsen des Pariser Klimaabkommens mit konkreten Regelungen zu füllen. Je schneller dies gelingt, desto früher können Klimaschutzverpflichtungen verhandelt werden. Die Zeit drängt, denn ohne rasche und drastische Emissionsreduktionen kann die globale Erwärmung nicht auf 2 Grad Celsius begrenzt werden. mehr auf iwd.de

CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in Europa – ein Kompendium
Gutachten, 9. August 2017

Thomas Puls CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in EuropaArrow

Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr