Die Karriere beginnt mit Obst Image
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Selbst Kinder von Nichtrauchern greifen auf der Hauptschule häufiger zur Kippe als Jugendliche, die einen anderen Schultyp besuchen. Darüber hinaus beeinflussen das Einkommen und der Bildungsstand der Eltern sowie das Gesundheitsbewusstsein in der Familie die körperliche und geistige Konstitution des Nachwuchses nachhaltig. Eltern, die ein Nettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro im Monat haben, sind häufiger übergewichtig, rauchen eher und schicken ihren Nachwuchs seltener zu den kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen als besser situierte Eltern. Damit beginnt ein Teufelskreis: Denn kranke Kinder werden oftmals später eingeschult, bringen schlechtere schulische Leistungen und besuchen seltener ein Gymnasium als gesunde Sprösslinge.

Weil das Gesundheitsbewusstsein vor allem bei benachteiligten Jugendlichen und deren Eltern wenig ausgeprägt ist, ist hier der Handlungsbedarf besonders groß: Ob Kindertagesstätte, Schule oder Verein – alle Institutionen sollten dazu beitragen, das Gesundheitsverhalten von Familien positiv zu beeinflussen. Sinnvoll wäre darüber hinaus eine Beratung und Unterstützung dieses benachteiligten Personenkreises durch Familienhebammen und Sozialarbeiter, die konkrete Hilfestellung vor Ort geben können und gesundes Verhalten regelrecht einüben. Auch in der Schule sollte Gesundheitslehre oder Kochen unterrichtet werden.

Susanne Seyda
Der Einfluss der Familie auf die Gesundheit und Bildungslaufbahn von Kindern
IconIW-Trends 3/2009

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Nationale Hindernisse für eine grenzüberschreitende Patientenversorgung in der EU
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Susanna Kochskämper Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung bietet viele PotenzialeArrow

Warum wissen so wenige Patienten, dass sie sich auch im EU-Ausland medizinisch behandeln lassen dürfen – zu den gleichen Konditionen wie im Inland und ohne zusätzliche Auslandskrankenversicherung? Und warum wird diese Möglichkeit bisher so wenig genutzt, obwohl die nationalen Gesundheitssysteme davon profitieren könnten? mehr

Finanzierungslücke in der Kranken- und Pflegeversicherung
IW-Pressemitteilung, 27. März 2017

Kranken- und Pflegeversicherung Große Finanzierungslücke drohtArrow

Der demografische Wandel führt dazu, dass die Ausgaben der Kranken- und Pflegeversicherung in den nächsten Jahrzehnten steigen und die Einnahmen sinken werden. Bei gleichbleibendem Leistungsniveau ist deshalb langfristig mit einer deutlichen Erhöhung der Beitragssätze zu rechnen, wie eine IW-Studie zeigt. mehr

Exportschlager Gesundheit
IW-Report, 8. März 2017

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Die deutsche Pharma- und Medizintechnikbranche legte in den vergangenen Jahren ein besonderes Augenmerk auf bevölkerungsreiche und schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien. Anders als auf den etablierten Märkten erhoffen sich die Unternehmen hier starke Umsatzzuwächse. mehr