Schlechte Bilanz für Personenunternehmen Image
Quelle: robooriginal Fotolia

Damit haben hierzulande ansässige Aktiengesellschaften und GmbHs im Vergleich der wichtigsten Industrieländer inzwischen „nur“ noch die sechsthöchste Steuerbelastung zu schultern – vor der Reform lag Deutschland mit 39,5 Prozent Gewinnsteuern an dritter Stelle der Hochsteuerländer.Für die Personenunternehmen fällt die Reformbilanz allerdings deutlich negativer aus. Trotz des neuen ermäßigten Steuersatzes auf einbehaltene Gewinne summiert sich die tarifliche Belastung auf Unternehmensebene auf 37,6 Prozent. Bei der Besteuerung der Gesellschafter führt die Kombination aus Thesaurierungsbegünstigung und Nachversteuerung sogar zu einer Steuerlast von mehr als 49 Prozent. Hierzu trägt auch die im Zuge der Reform eingeführte Abgeltungssteuer bei. Außerdem erhöht die Neuregelung den steuerlichen Anreiz, betriebliche Investitionen mit Fremdkapital zu finanzieren, anstatt dass sie die Betriebe dazu bewegt, ihre Eigenkapitalbasis zu stärken. Der Beleg hierfür sind die sowohl bei Personenunternehmen als auch bei Kapitalgesellschaften niedrigeren effektiven Durchschnittssteuersätze für kreditfinanzierte Investitionen. Bei Kapitalgesellschaften beträgt die Differenz zur Investitionsfinanzierung aus eigenen Mitteln bis zu 8 Prozentpunkte.

Ralph Brügelmann
Aktuelle Unternehmenssteuerbelastung im internationalen Vergleich
IconIW-Trends 3/2009

Steuerquote - Bund und Länder liegen gleichauf
IW-Kurzbericht, 22. Mai 2017

Tobias Hentze Steuerquote: Bund und Länder liegen gleichaufArrow

Der Staat beansprucht einen stetig wachsenden Anteil der Wirtschaftskraft für sich. Während der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt nach der Kassenstatistik im Jahr 2016 bei 22,5 Prozent lag, waren es 2004 noch 3 Prozentpunkte weniger. Dabei steigt vor allem die Steuerquote der Bundesländer. mehr

16. Mai 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Die sechs wichtigsten Fragen zur Steuerlast der BundesbürgerArrow

Eine gute Nachricht: Die Grundidee des deutschen Steuersystems funktioniert – wer viel verdient, zahlt auch entsprechend mehr Steuern. Eine schlechte Nachricht: Den sogenannten Spitzensteuersatz zahlen auch Menschen, die zwar gut verdienen, aber alles andere als Spitzenverdiener sind. Ein kinderloser Single zum Beispiel muss bereits ab einem Jahresbruttoeinkommen von etwa 65.000 Euro den Einkommenssteuerhöchstsatz von 42 Prozent berappen. mehr auf iwd.de

Steuerschätzung – Die Steuerquote steigt und steigt
IW-Nachricht, 11. Mai 2017

Tobias Hentze / Martin Beznoska Steuerquote: Der Staat nimmt sich immer mehrArrow

Mit jeder neuen Steuerschätzung verkündet der Bundesfinanzminister neue Rekordprognosen. Neben der gut laufenden Wirtschaft ist die gestiegene Steuerbelastung der Bürger und Unternehmen dafür verantwortlich. Der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt, die sogenannte Steuerquote, liegt inzwischen bei 22,7 Prozent. Die Zeit ist reif für eine durchgreifende Entlastung. mehr