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Im Oktober 2008 wurde ein Maximalwert von 182 Punkten erreicht. Außerdem bunkern die Banken weniger überschüssige Liquidität bei der Europäischen Zentralbank. Zu Beginn des Jahres 2009 lagen dort noch 300 Milliarden Euro, Mitte April waren es lediglich gut 20 Milliarden Euro. Offenkundig leihen sich die Banken untereinander wieder mehr Geld zu günstigeren Konditionen. Endgültige Entwarnung kann allerdings noch nicht gegeben werden. Denn rezessionsbedingte Kreditausfälle werden zu weiteren Wertberichtigungen führen.

Während der Finanzmarkt mithin im Reparaturmodus arbeitet, beschäftigen sich Bankaufsicht und Politik mit dem Design der neuen Finanzmarktarchitektur. Danach wird es ein internationales Aufsichtsgremium geben, das neue Spielregeln für den Finanzmarkt erarbeitet und Regierungen ermahnen soll, sofern sie die Vorgaben nicht umsetzen. Zu diesen neuen Regeln gehören z.B. mehr und besseres Eigenkapital, eine zusätzlich in guten Zeiten zu bildende Rücklage sowie detaillierte Stresstests für die Banken. Dabei wird durchgespielt, ob ein Institut auch extreme Geschäftssituationen überstehen kann.

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Veranstaltung
Veranstaltung, 23. November 2017

20. Finanzmarkt Round-Table Der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik – Erlösung oder neuer Schock?Arrow

Während die einen ein schnelles Ende des Niedrigzinses herbeisehnen, befürchten andere einen neuen Schock mit Rückwirkungen auf die Stabilität der Finanzmärkte. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln, die DekaBank und die Börsen-Zeitung laden ein zum 20. Finanzmarkt Round-Table in Frankfurt am Main. mehr

Markus Demary in LSE Business Review
Gastbeitrag, 20. September 2017

Markus Demary in LSE Business Review The US should not roll back financial regulation Arrow

The Dodd-Frank Act is not perfect, but it's a framework that can mitigate systemic risks, writes Markus Demary, senior economist in the research unit financial and real estate markets at the Cologne Institute for Economic Research (Institut der deutschen Wirtschaft Köln). mehr

EZB: Geldpolitik braucht klare Grenzen
IW-Nachricht, 15. August 2017

Markus Demary EZB: Geldpolitik braucht klare GrenzenArrow

Zu Recht hat das Bundesverfassungsgericht heute Zweifel an der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank geäußert und den Europäischen Gerichtshof erneut um Prüfung gebeten. Diesmal geht es um das Public Sector Purchase Program (PSPP), in dessen Rahmen die EZB bereits Anleihen im Wert von 1,6 Billionen Euro erworben hat. Die Grenzen der Wertpapierkäufe müssen dringend konkretisiert werden. mehr