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So begünstigt beispielsweise die Globalisierung unter anderem deshalb die deutschen Warenlieferanten, weil sie besonders exportorientiert und auf allen relevanten Märkten vor Ort vertreten sind sowie intelligente, kostengünstige Systemlösungen bieten. Damit haben deutsche Firmen auch in den neuen Wachstumszentren China, Indien und Russland gute Karten. Die Wohlstandsorientierung der aufstrebenden Volkswirtschaften begründet zudem einen enormen Nachholbedarf – nicht nur an klassischen Investitions- und Konsumgütern, sondern etwa auch hinsichtlich einer besseren medizinischen Versorgung. Letzteres birgt z.B. für die pharmazeutische Industrie und ihre Vorleister ein immenses Potenzial.

Inwieweit Deutschland tatsächlich die sich bietenden Möglichkeiten nutzen kann, hängt vor allem von den wirtschaftspolitischen Weichenstellungen ab. Nicht zuletzt gilt es, die generelle Veränderungsbereitschaft hierzulande zu stärken und die Mängel in den ökonomischen Rahmenbedingungen zu beseitigen. Gefragt ist eine konsequente Wachstumspolitik, deren zentraleAnsatzpunkte in den Bereichen Bildung, Forschung, Technologie, Innovation, Infrastruktur und Netzwerke liegen.

Michael Grömling, Hans-Joachim Haß
Globale Megatrends und Perspektiven der deutschen Industrie
IW-Analysen Nr. 47, Köln 2009, 88 Seiten, 16,90 Euro
Bestellung über Fax: 0221 4981-445 oder unter: www.divkoeln.de

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