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Für Ingenieure und Naturwissenschaftler, von denen 23.000 bzw. 8.400 auf Stellensuche waren, bedeutete dies den niedrigsten Märzwert seit der Wiedervereinigung. Allein seit Anfang 2004 verringerte sich die Zahl der mathematisch, naturwissenschaftlich und technisch versierten Jobsucher um fast 60 Prozent, während insgesamt „nur“ knapp 30 Prozent weniger Arbeitslose notiert wurden. Somit sank der Anteil der MINT-Kräfte an allen Arbeitslosen von 4,4 auf 2,5 Prozent. Den stärksten Rückgang verbuchten die Ingenieurwissenschaftler, die statt 1,5 jetzt nur noch 0,7 Prozent aller Erwerbslosen ausmachen.

Diese Daten spiegeln die anhaltende Knappheit an MINT-Experten wider, die sich ungeachtet konjunktureller Schwankungen in den kommenden Jahren eher noch verschärfen wird. Die Politik ist daher gefordert, die Zahl der nachrückenden MINT-Akademiker zu steigern. So gilt es unter anderem, die Studienabbrecherquoten zu verringern. Außerdem muss die frühkindliche Bildung noch stärker gefördert werden, um vor allem mehr Kinder aus Nichtakademiker-Familien zum Hochschulbesuch zu befähigen.

Oliver Koppel, Axel Plünnecke
Fachkräftemangel in Deutschland – Bildungsökonomische Analyse, politische Handlungsempfehlungen, Wachstums- und Fiskaleffekte
IW-Analysen Nr. 46Köln 2009, 132 Seiten, 19,90 Euro
Bestellung über Fax: 0221 4981-445 oder unter: www.divkoeln.de

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MINT-Berufe: Es fehlen mehr Arbeitskräfte denn je
IW-Nachricht, 12. September 2017

Sarah Berger MINT-Berufe: Es fehlen mehr Arbeitskräfte denn jeArrow

Die OECD lobt Deutschland in ihrem Bericht „Bildung auf einen Blick“ für die akademische und duale Ausbildung im MINT-Bereich – zu Recht. Dennoch fehlen immer mehr Arbeitskräfte im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Um die Lücke zu schließen, muss noch mehr in den Nachwuchs investiert werden. mehr

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IW-Report, 7. September 2017

Christian Friesl / Wido Geis / Martin Hörmann / Patrick Schellenbauer / Fabian Schnell / Clemens Wallner Migration und Arbeitsmärkte in Deutschland, Österreich und der SchweizArrow

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auf die Zuwanderung von Fachkräften angewiesen, um ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. mehr

IW-Kurzbericht, 1. September 2017

Wido Geis Fachkräfte made in OsteuropaArrow

Zuwanderung aus den neuen EU-Mitgliedsländern hat in den letzten Jahren einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland geleistet. So ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus diesen Ländern zwischen Januar 2010 und Mai 2017 von 254.000 auf 1,14 Millionen gestiegen. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote von osteuropäischen EU-Bürgern von 15,2 auf 8,3 Prozent gesunken. mehr