Weltwirtschaftsordnung Image
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Um diese und andere Reformziele zu erreichen, greift das bereits auf dem G20-Gipfel im November angedachte Frühwarnsystem aus Internationalem Währungsfonds (IWF) und dem um die Schwellenländer erweiterten Financial Stability Forum in jedem Fall zu kurz. Vor allem ist es nicht unabhängig genug von den großen IWF-Mitgliedern. Nötig ist vielmehr eine schlagkräftige globale Finanzinstitution. Die wichtigsten Finanznationen müssten sich dafür auf einen einheitlichen Verhandlungsrahmen einigen, der zunächst Mindeststandards vorsieht und später ausgebaut werden könnte. Die neue Finanzorganisation würde kontrollieren, ob sich die Staaten an die neuen gemeinsamen Regeln halten. Dazu müsste sie unabhängig sein und klar auf Verstöße hinweisen.

Jürgen Matthes
Die Rolle des Staates in einer neuen Weltwirtschaftsordnung – Eine ordnungspolitische Rückbesinnung
IW-Positionen Nr. 38, Köln 2009, 54 Seiten, 11,80 Euro
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