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Damit die Versorgung zudem klimafreundlicher wird, ist ein Ausbau der erneuerbaren Energien vorgesehen. Bei all dem kann jedoch leicht die Frage nach der Wirtschaftlichkeit aus dem Blick geraten. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat daher zehn Anforderungen für eine Energiepolitik der Zukunft formuliert, die sowohl dem Klimaschutz als auch der Versorgungssicherheit der Energieverbraucher und der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe Rechnung trägt.

Im Bereich der erneuerbaren Energien muss insbesondere die Stromgewinnung aus Wind und Sonne kostengünstiger werden. Netzbetreiber beispielsweise sind derzeit verpflichtet, den Anbietern der grünen Energie Einspeisevergütungen zu zahlen, welche meist direkt auf die Strompreise umgelegt werden. Zwischen 2000 und 2010 haben so Unternehmen und Verbraucher diese Form der Stromproduktion mit knapp 61 Milliarden Euro finanziert. Damit es mit dem Einstieg in die Energiepolitik der Zukunft auch klappt, ist der Staat vor allem in puncto Innovationsförderung gefragt. Der Bund geizt allerdings schon länger mit Ausgaben für die Energieforschung. Aktuell stellt er hierfür rund 500 Millionen Euro jährlich zur Verfügung – Anfang der 1980er Jahre, im Gefolge der zwei großen Ölkrisen, waren es noch 1,5 Milliarden Euro.

Hubertus Bardt
Energieversorgung in Deutschland – Wirtschaftlich, sicher und umweltverträglich
IW-Positionen Nr. 45, Köln 2010, 58 Seiten, 11,80 Euro
Bestellung über Fax: 0221 4981-445 oder unter: www.iwmedien.de

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7. August 2017

Benjamin Tischler Seltene Erden: Auf der Suche nach AlternativenArrow

Für Branchen wie die Hersteller von Windkraftanlagen sind Seltene Erden ein wichtiger Rohstoff. Weltweit größter Produzent der begehrten Metalle ist China. Als das Land 2010 Exportquoten ankündigte, schossen die Preise kurzzeitig in astronomische Höhen. Im Rückblick betrachtet war diese Preis-Rallye ein wichtiger Weckruf. mehr auf iwd.de

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de