Frauen denken voraus Image
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Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführte Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), das insgesamt knapp 300 Mitglieder des Verbands deutscher Unternehmerinnen zum Thema Unternehmensnachfolge befragt hat. Viele Geschäftsführerinnen und Eigentümerinnen haben ihren eigenen Posten unvorbereitet oder unerwartet angetreten.

Diesen Fehler wollen die Unternehmerinnen beim nächsten Generationswechsel möglichst vermeiden: Die Mehrheit der weiblichen Führungskräfte macht sich deshalb bereits frühzeitig Gedanken über ihre Nachfolge. Im Schnitt haben die Frauen mit 62 Jahren eine Regelung getroffen, an wen das Unternehmen übergeben werden soll; der tatsächliche Chefwechsel findet dann in der Regel vier Jahre später statt. Bei der Betriebsübergabe kommt es den befragten Frauen vor allem auf den Erhalt der Arbeitsplätze an – Aspekte wie die Fortführung der Firmentradition oder die wirtschaftliche Absicherung von Familienangehörigen sind eher nachrangig.

Klaus-Heiner Röhl, Jörg Schmidt
Unternehmensnachfolge durch Frauen
IW-Analysen Nr. 61, Köln 2010, 72 Seiten, 18,90 Euro
Bestellung über Fax: 0221 4981-445 oder unter: www.iwmedien.de

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8. März 2017

Frauenquote Dieser Weg wird steinig und schwerArrow

Seit Januar 2016 müssen in Deutschland börsennotierte Unternehmen freie Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis ihr Anteil in diesem Gremium 30 Prozent ausmacht. Darüber hinaus gilt für die Privatwirtschaft und den öffentlichen Dienst das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen – mit dem Ziel der Geschlechterparität. In den vergangenen beiden Jahren haben es zwar mehr Frauen in Aufsichtsräte, Vorstände und Leitungsstellen geschafft, aber bis hier ein Gleichgewicht erreicht ist, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. mehr auf iwd.de

Migranten auf dem Arbeitsmarkt
IW-Pressemitteilung, 4. März 2017

Migranten auf dem Arbeitsmarkt Vielfalt wird NormalitätArrow

Die interkulturelle Vielfalt ist in Unternehmen angekommen: Mehr als die Hälfte der Betriebe in Deutschland beschäftigt heute Mitarbeiter mit Migrationsgeschichte, wie das Personalpanel des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Handlungsbedarf gibt es aber bei Frauen mit Migrationshintergrund. mehr

IW-Direktor Michael Hüther
Interview, 10. Februar 2017

Michael Hüther in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung „Vorstandsgehälter sind die Sache des Aufsichtsrats“Arrow

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, warum er von dem Vorschlag der SPD, Managergehälter zu begrenzen, nichts hält und warum sich ein gesetzlicher Eingriff verbietet. mehr