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Im Jahr 2009 setzte sich dieser Trend der Kostenstabilität infolge des massiven Einsatzes der Kurzarbeit allerdings nicht fort: Die Lohnstückkosten stiegen um 5,6 Prozent, weil zwar die Produktion einbrach, die Unternehmen aber ihre Belegschaften weitgehend konstant gehalten haben. Nach der Krise dürfte sich mit dem Auslaufen der Kurzarbeit die Situation wieder entschärfen.

Die Kurzarbeit erklärt zu einem Teil auch, warum im Zeitraum 2000 bis 2009 zwischen dem realen Anstieg der Arbeitskosten je Stunde (+ 4,1 Prozent) und dem Rückgang der realen Nettoverdienste je Arbeitnehmer (- 4,9 Prozent) eine Lücke von 9 Prozentpunkten klafft. Der Staat dagegen hat anders als in den 1990er Jahren zuletzt keinen Keil mehr zwischen die für die Arbeitsnachfrage der Unternehmen relevanten Arbeitskosten und die bei den Beschäftigten verbleibenden Nettolöhne getrieben und insofern seinen Teil zu einem informellen Bündnis für Arbeit beigetragen. Höhere Sozialabgaben wurden durch sinkende Lohnsteuern mehr als kompensiert: Der Keil zwischen Produzenten- und Konsumentenlohn reduzierte sich dadurch sogar um 1 Prozentpunkt.

Hagen Lesch
Lohnpolitik 2000 bis 2009 – Ein informelles Bündnis für ArbeitIW-Trends 1/2010

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2. Juni 2017

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Mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns 2015 sind in vielen Branchen die Tariflöhne verdrängt und die Lohnabstände zwischen gelernten und ungelernten Tätigkeiten verringert worden. Das könnte die Tarifbindung schwächen. mehr auf iwd.de

Besser ohne staatlichen Tarifzwang
Gastbeitrag, 29. Mai 2017

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Die sinkende Tarifbindung in Deutschland hat zu einer breiten politischen Debatte geführt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die Politik zum Handeln auf. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonom Hagen Lesch. mehr