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Die Bildungsrendite ist der Prozentsatz, mit dem sich das während des Studiums entgangene Einkommen durch höhere Verdienste im späteren Berufsleben verzinst. Der Staat kann mit Reformen diese Verzinsung noch erhöhen – und von den höheren Steuer- und Abgabenzahlungen der Besserverdienenden profitieren. Sinkt zum Beispiel die durchschnittliche Dauer einer Hochschulausbildung durch bessere Studienbedingungen von sechs auf fünf Jahre, klettert die Rendite von 7,5 Prozent auf 8,6 Prozent. Die öffentliche Hand nimmt dadurch je Akademiker 11.700 Euro zusätzlich ein. Und es gibt noch einen Nebeneffekt: Das Studium amortisiert sich im Schnitt im Alter von 39 Jahren und damit vier Jahre früher als ohne Reform.

Christina Anger, Axel Plünnecke, Jörg Schmidt
Bildungsrenditen in Deutschland – Einflussfaktoren, politische Optionen und volkswirtschaftliche Effekte
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