1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Zusatzversicherung statt Beitragssatzerhöhung
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Pflegeversicherung IW-Nachricht 29. August 2011

Zusatzversicherung statt Beitragssatzerhöhung

Einige Politiker wollen eine ergänzende Absicherung für den Pflegefall unter dem Dach der sozialen Pflegeversicherung aufbauen. Doch das lässt nicht nur die Beitragssätze steigen, sondern weckt auch politische Begehrlichkeiten. Und die Lösung der eigentlichen Probleme wird einmal mehr in die Zukunft verschoben.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Eine ergänzende kapitalgedeckte Pflegeversicherung ist sinnvoll, solange die zusätzliche Vorsorge über den privaten Versicherungsmarkt läuft. Schließlich sind private Versicherungsunternehmen seit langem mit der Kalkulation und Anlage von Rücklagen vertraut.

Unter das Dach der sozialen Pflegeversicherung gehört diese Zusatzversicherung dagegen nicht. Dort gäbe es keinen verlässlichen Schutz vor politischem Missbrauch - wie man am Beispiel der Nachhaltigkeitsrücklage bzw. der früheren Mindestreserve in der Rentenversicherung sehen kann, deren Höhe immer wieder neu festgelegt wurde. Außerdem dürften die Beitragssätze steigen und das belastet die Arbeitskosten.

Manch einer liebäugelt ohnehin damit, die Rücklage nur vorübergehend anzusparen. Sie soll genutzt werden, um ab 2030 die ärgsten Belastungen abzufedern. Das ist aber völlig widersinnig. Denn gelackmeiert wären die jungen Beitragszahler. Sie müssten jetzt höhere Beitragssätze schultern und stünden später, wenn sie altern und womöglich selber pflegebedürftig werden, ohne Rücklage da.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Michael Hüther / Jochen Pimpertz in Zeitschrift für Wirtschaftspolitik Externe Veröffentlichung 17. November 2022

Wider eine verpflichtende Aktienrente – auch Vermögen sichert Wohlstand im Alter

Eine verpflichtende Vorsorge in Form einer kapitalgedeckten Zusatzrente wird unter anderem damit begründet, Freifahrerverhalten zu vermeiden. Verzichten Individuen freiwillig auf die Möglichkeit ergänzender Vorsorge, drohe eine ungerechtfertigte ...

IW

Artikel lesen
Michael Hüther in der Wirtschaftswoche Interview 12. November 2022

Sozialsystem unter Druck: „Wir sollten 100 Stunden mehr im Jahr arbeiten”

Die Demografie setzt die Sozialkassen unter Druck, die Arbeitskosten steigen. Das liege auch am Versagen der Politik, rügt IW-Direktor Michael Hüther im Interview mit der Wirtschaftswoche – und schlägt unpopuläre Reformen vor.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880