1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Rekordwerte auf Zeit
Zeige Bild in Lightbox Rekordwerte auf Zeit
(© Foto: pieropoma - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Zuwanderung IW-Nachricht 22. Mai 2014

Rekordwerte auf Zeit

Im vergangenen Jahr sind netto 437.000 Menschen nach Deutschland zugewandert - so viele wie seit 1993 nicht mehr. Allerdings dürften die hohen Werte nicht von Dauer sein.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

In den vergangenen Jahren hat die Nettozuwanderung – also die Zahl der Zuwanderer abzüglich der Zahl der Auswanderer - kontinuierlich zugenommen. Verließen noch im Jahr 2009 mehr Menschen das Land als hinzukamen, so ist die Nettozuwanderung bis 2013 auf 437.000 Personen gestiegen. Lässt man die unter dem Strich abwandernden Deutschen außer Acht, so hat die Nettozuwanderung mit 459.000 Ausländern sogar den höchsten Wert seit Gründung der Bundesrepublik erreicht. Der Industrieländerorganisation OECD zufolge war Deutschland 2012 das zweitbeliebteste Einwanderungsland nach den USA. Die Zuwanderung leistet damit heute einen bedeutenden Beitrag zur Fachkräftesicherung.

Deutschlands Nettozu- und -abwanderung

<iframe src="http://cf.datawrapper.de/jf0Pz/1/" name="Ext" width="100%" height="500px" scrolling="auto" marginheight="0" marginwidth="0" frameborder="0"> <p>Ihr Browser kann leider keine eingebetteten Frames anzeigen</p> </iframe>

Quelle: Statistisches Bundesamt, 2014, Bevölkerung und Erwerbstätigkeit: Vorläufige Wanderungsergebnisse 2013

Insgesamt ist aber davon auszugehen, dass die Zahlen in den kommenden Jahren wieder stark zurückgehen werden. Zum einen kommen die meisten Zuwanderer derzeit aus süd- und osteuropäischen Ländern, die selbst stark vom demografischen Wandel betroffen sind. Dies gilt insbesondere für die fünf bedeutendsten Herkunftsländer Polen, Rumänien, Italien, Ungarn und Spanien. Zum anderen erklären sich die Zuwanderungsströme zu großen Teilen mit der Wirtschaftskrise in Südeuropa und dem Ende der Beschränkungen der Freizügigkeit für die osteuropäischen EU-Staaten. Auf Regionen außerhalb Europas entfielen 2013 gerade einmal 24 Prozent der Nettozuwanderung.

Um auch langfristig Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen zu können, muss sich Deutschland also noch weiter öffnen und verstärkt Fachkräfte aus Ländern in demografisch starken Regionen gewinnen: zum Beispiel aus Indien, Indonesien und Vietnam. Damit dies gelingt, ist einerseits eine weitere Liberalisierung und Vereinfachung der Regelungen zur Arbeitskräftezuwanderung notwendig, etwa in Form eines Punktesystems. Andererseits sollte die Willkommenskultur in Deutschland weiter gestärkt werden.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Das Eckpunktepapier ist gut, aber nicht genug
Wido Geis-Thöne IW-Nachricht 30. November 2022

Fachkräftemangel: Das Eckpunktepapier ist gut, aber nicht genug

Die Ampel möchte ausländischen Fachkräften den Weg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern, ein 23-seitiges Papier listet viele Ideen dazu auf. Die Ansätze sind vielversprechend – reichen aber bei Weitem nicht aus.

IW

Artikel lesen
Ruth Maria Schüler in der ZEIT Interview 29. November 2022

Fachkräftemangel: „Ausbildungsberufe sind oft lukrativer als Jobs für Akademiker”

Bis zum Jahr 2035 verliert Deutschland sieben Millionen Arbeitskräfte, weil viele Babyboomer in Rente gehen. Bereits heute fehlen vielerorts Fachkräfte. Profitieren könnten davon diejenigen, die einen Job haben, für den händeringend Personal gesucht wird. ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880