Im Öffentlichen Dienst hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di in dieser Woche zu einer Warnstreikwelle aufgerufen, die bis Freitag, den 13. Februar andauern soll. Im Vorjahr hatte eine ähnliche Warnstreikwelle zu mindestens 100.000 ausgefallenen Arbeitstagen geführt. Ein kleiner Trost für den genervten Bürger: Das belastet immerhin die Streikkasse der Gewerkschaft.
Schaulaufen
Warnstreiks sollen keinen großen Schaden anrichten, aber den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen. Deshalb werden sie schon vor dem Scheitern einer Tarifverhandlung organisiert. Grundsätzlich zahlt Ver.di bei Warnstreiks zwar kein Streikgeld. Wenn die Ausstände aber mehr als vier Stunden dauern, greift die Gewerkschaft doch in ihre Schatulle. Sonst würde die Streikbereitschaft leiden. Die Streikenden erhalten dann ein anteiliges Streikgeld, das bei einem vollen Arbeitstag das 2,5fache eines Monatsbeitrags ausmacht, der sich wiederum auf 1 Prozent des regelmäßigen Bruttoeinkommens beläuft. Bei einem Bruttoverdienst von monatlich 2.000 Euro entspricht das 50 Euro pro Tag.
Ver.di ist zu dieser Streikdosierung verdammt, um die Streikkasse zu schonen. Die großen Streiks im Öffentlichen Dienst (2006) und bei der Telekom (2007) haben nach Expertenschätzungen bis zu 80 Millionen Euro gekostet und ein gewaltiges Loch in die Streikkasse gerissen.
Wichtige Lichtblicke
Die jüngsten Zahlen zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zeigen: Die Rezession in der Eurozone ist beendet, der Länderclub hat auf den Wachstumspfad zurückgefunden. Auch in den Krisenländern zeigt sich Licht am Ende des Tunnels – vor allem in Portugal. Das ...
IW
Barrieren erschweren den Import
Die deutsche Industrie ist auf bezahlbare und zuverlässige Rohstofflieferungen angewiesen. Doch die Exportländer erschweren den Handel.
IW