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Studium versus Ausbildung IW-Nachricht 7. Februar 2014

Trend zu höheren Berufsabschlüssen hält an

Von 2005 bis 2012 ist die Zahl der Studienanfänger um 36 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist jedoch die Zahl der Ausbildungsanfänger leicht gesunken. Damit könnte künftig noch mehr Fachkräftenachwuchs fehlen.

Mit 2,5 Millionen gibt es in Deutschland mittlerweile deutlich mehr Studenten als Auszubildende, die eine betriebliche Ausbildung im dualen System oder eine vollzeitschulische Ausbildung an beruflichen Schulen absolvieren. Ihre Zahl lag 2012 bei knapp 2 Millionen. Bei den Anfängerzahlen liegt die Berufsausbildung mit 727.000 Personen weiterhin deutlich über der Zahl der Studienanfänger mit weniger als 500.000 – verantwortlich dafür ist die im Durchschnitt längere Studienzeit.

Allerdings ist die Zahl der Ausbildungsanfänger im dualen System – die also in einem Betrieb ausgebildet werden und parallel dazu eine Berufsschule besuchen –jüngst gesunken. So lag die Zahl der entsprechenden neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2012 mit nur noch gut 505.000 auf einem Tiefststand. Vor allem in Ostdeutschland können die Betriebe schlicht nicht auf genügend Bewerber zugreifen – zum einen wegen der demografischen Entwicklung, zum anderen, weil viele junge Menschen lieber studieren.

Zugenommen hat hingegen die Zahl der Ausbildungsanfänger in den Berufen des Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesens, die zumeist an Berufsfachschulen in Vollzeit unterrichtet werden und für die häufig ein mittlerer oder höherer Schulabschluss nötig ist. In diesen Ausbildungsberufen gab es 2012 mit 165.000 Anfängern rund 16 Prozent mehr als noch 2005. Mit Blick auf die Tatsache, dass 2012 in gut 40 Prozent aller Berufe im Bereich Gesundheit, Erziehung und Soziales Fachkräfte fehlten, ist diese Entwicklung sehr positiv.

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