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PISA-Studie IW-Nachricht 6. Dezember 2010

Reformen zahlen sich langsam aus

Die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie stimmen optimistisch: Deutsche Jugendliche können im Vergleich mit Kindern aus anderen OECD-Staaten überdurchschnittlich gut rechnen und auch ihr Verständnis für naturwissenschaftliche Zusammenhänge ist im internationalen Maßstab gut. Die Leseleistungen sind nach wie vor durchschnittlich, haben sich allerdings gegenüber der PISA-Erhebung im Jahr 2000 kontinuierlich verbessert.

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Besonders erfreulich ist, dass vor allem die schwächeren Schüler zuletzt aufgeholt haben. Der Anteil der Jugendlichen mit erheblichen Lernschwächen hat deutlich abgenommen. Herkunft und Migrationshintergrund bleiben zwar weiterhin zwei Faktoren, die wesentlich den Bildungserfolg der Jugendlichen bestimmen. Aber auch hier gilt: Der Einfluss des Elternhauses auf den Schulerfolg ist etwas schwächer geworden.

Die PISA-Studie 2009 belegt: Die Reformen, die das hiesige Schulwesen nach der ersten PISA-Erhebung im Jahr 2000 aus dem Dornröschenschlaf geweckt haben, beginnen zu wirken. Ganztagsbetreuung und Bildungsstandards, Lernstands-Erhebungen, Vergleichsarbeiten und zentrale Abschlussprüfungen, interne und externe Evaluationen – all dies hat den Eifer der Verantwortlichen in den Schulen beflügelt, ihren originären Bildungsauftrag zu erfüllen: Jugendliche zur Ausbildungs- und Studierreife zu führen. Dies zeigt, wie wichtig Transparenz und Vergleiche sind, um bildungspolitische Fortschritte zu erzielen. PISA 2009 sollte daher Ansporn sein, jene Baustellen in der Schullandschaft anzugehen, die bisher unangetastet blieben: Dringend nötig sind beispielsweise eine verbesserte Lehrerausbildung und -fortbildung sowie ein leistungs- und zielorientiertes Vergütungsmodell für Rektoren und Lehrer.

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