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Fehlzeiten IW-Nachricht 22. August 2013

AOK macht Stress am Arbeitsplatz verantwortlich

Wenn Mitarbeiter wegen Krankheit ausfallen, sieht der AOK-Bundesverband zunehmend die Zumutungen der Arbeitswelt am Werk. Dabei ist der Anteil der Menschen, die nach eigenen Angaben im Beruf unter Druck stehen, seit 2005 gleich geblieben.

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Zunehmender Leistungsdruck, die Verdichtung der Arbeit und die Erwartung, dass Beschäftigte ständig erreichbar sind und schnell reagieren – all das führe zu Burn-Out und Missbrauch von Drogen und Aufputschmitteln. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband der Krankenkasse AOK in seinem „Fehlzeiten-Report 2013“. Sicherlich können Überlastungen im Beruf das Risiko zu erkranken erhöhen. Der Generalverdacht, die Arbeitsbedingungen würden die Beschäftigten immer kränker machen und in die Sucht treiben, ist aber unangebracht.

Immerhin liegt der Anteil der Menschen, die häufig unter Termin- und Leistungsdruck leiden, seit 2005 konstant bei etwa einem Drittel, so das Bundesinstitut für Berufsbildung und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Auch der Anteil derer, die von der Arbeit überfordert sind, ist in etwa gleich geblieben: Etwa 5 Prozent der Beschäftigten fühlen sich fachlich und 18 Prozent vom Ausmaß der Arbeit überfordert.

Eine andere repräsentative Befragung, das European Working Conditions Survey, ergab, dass etwa 80 Prozent der Beschäftigten in Deutschland keine Hinweise habe, dass die Arbeit ihre Gesundheit beeinträchtigen könnte. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat die Daten dieser Befragung tiefer analysiert und darüber hinaus herausgefunden, dass Beschäftigte trotz Stress ebenso häufig zufrieden sind wie ihre stressfreien Kollegen (Arbeit in Deutschland – Die Beschäftigten sind zufrieden).

Alle Befragungen zeigen, dass die große Mehrheit der Beschäftigten mit der Arbeit zufrieden ist. Dieser Befund lässt sich kaum mit der These in Einklang bringen, die Arbeitsbedingungen würden immer schlechter und zunehmend eine Gefahr für die Gesundheit der Beschäftigten. Im Gegenteil: Angesichts des demografischen Wandels räumen die Unternehmen der Gesundheit ihrer Mitarbeiter einen immer höheren Stellenwert ein und bieten etwa Sportkurse und ärztliche Untersuchungen an, um die Belegschaft fit zu halten. Immer mehr Unternehmen widmen sich auch dem Thema Führung, um die Beschäftigungsfähigkeit und die Gesundheit der Angestellten zu erhalten.

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