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Bildungsausgaben IW-Nachricht 21. Juni 2013

Mehr Geld für Schulen

Laut Statistischem Bundesamt haben Länder und Gemeinden im Jahr 2010 pro Schüler einer allgemeinbildenden Schule im Schnitt 6.400 Euro ausgegeben. Das waren nominal – also ohne die Inflation zu berücksichtigen – gut 23 Prozent mehr als 2006. Die höchsten Ausgaben wurden für Thüringen (8.600 Euro) ermittelt, die niedrigsten für Nordrhein-Westfalen (5.500 Euro). Dass die Ausgaben pro Kopf steigen, hat nicht nur mit höheren Budgets zu tun, sondern auch mit der Demografie. Die Ausgaben wieder zu reduzieren, ist allerdings nicht ratsam.

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Insgesamt wird immer mehr Geld für die Schulen ausgegeben. Laut Bildungsfinanzbericht lag das Ausgabenvolumen für Schulen 2009 bei 55,7 Milliarden Euro – fünf Jahre zuvor waren es nur 50,2 Milliarden Euro. Die Personalkosten für Lehrkräfte erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 4,5 Prozent auf 38 Milliarden Euro.

Allerdings hat sich auch die Zahl der Schüler von 2006 bis 2010 um 7,5 Prozent auf 8,8 Millionen verringert. Die hohen Pro-Kopf-Ausgaben, die insbesondere in den neuen Bundesländern erzielt werden, sind also auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung zu sehen. Denn dort hat sich im Beobachtungszeitraum die Schülerzahl um 11,6 Prozent verringert, in den alten Ländern hingegen nur um 6,7 Prozent.

Den Ländern ist zu empfehlen, die vorhandenen Ressourcen im Schulsystem zu belassen, selbst wenn die Pro-Kopf-Ausgaben weiter steigen. Denn künftig sollen ja flächendeckend behinderte Menschen an Regelschulen unterrichtet werden (Inklusion) und immer mehr Bildungsstätten werden zu Ganztagsschulen ausgebaut. Beides kann nur mit entsprechenden Ressourcen gelingen. So würde momentan beispielsweise alleine die Einführung der vollgebundenen, also verpflichtenden, Ganztagsschule an allen Schulformen mit etwa 12 Milliarden Euro zusätzlichen Personalkosten zu Buche schlagen – wenn man davon ausgeht, dass dafür die Stellendeputate an den Schulen um 30 Prozent erhöht werden müssen.

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