1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Kultusminister wollen vergleichbares Abitur
Zeige Bild in Lightbox Kultusminister wollen vergleichbares Abitur
(© Foto: Robert Kneschke)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Schulpolitik IW-Nachricht 25. Juni 2013

Kultusminister wollen vergleichbares Abitur

Die Kultusminister haben beschlossen, das Abitur bundesweit vergleichbarer zu machen – und dafür einen Aufgabenpool aufzubauen. Dieser soll den Ländern zum Abitur 2016/17 zur Verfügung stehen. Mit der Vereinbarung haben die Länder einen Meilenstein gesetzt.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Bereits 2003 hatte jene Forschergruppe, die den ersten Bildungsbericht für Deutschland erstellte, das Hauptproblem der deutschen Schulabschlüsse benannt: Die Forscher hatten herausgefunden, dass sich hinter gleichen Noten gleicher Bildungsgänge unterschiedliche Leistungen verbergen.

Das Problem bestätigte auch der Test, den das ländereigene Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen 2009 in den Fächern Deutsch und Englisch stellte: Damals erzielten die Gymnasiasten der 9. Jahrgangsstufe in Bayern mit 589 Punkten (Deutsch) und 610 Punkten (Englisch) die bundesweit höchsten Mittelwerte. Die gleichaltrigen Gymnasiasten in Bremen schafften lediglich 553 bzw. 569 Punkte. Das entspricht in etwa dem Leistungsrückstand von einem Schuljahr. Geht man davon aus, dass dieser Abstand bis zum Abitur bestehen bleibt, zeigt eine Auswertung der durchschnittlichen Abiturnoten des Jahres 2005 durch die Kultusministerkonferenz (KMK), dass der Leistungsabstand in den Noten nicht sichtbar ist: Die bayerischen Abiturienten erzielten eine Durchschnittsnote von 2,43, die Bremer von 2,51.

Der jüngste KMK-Beschluss ist also überfällig. Die Reform fördert die Chancengerechtigkeit bei der Aufnahme eines Hochschulstudiums durch die bessere Vergleichbarkeit der Abiturzeugnisse. Zum anderen verbessert er die Aussagefähigkeit der Hochschulreife auf dem Arbeitsmarkt – Bildungsökonomen sprechen vom Signalcharakter eines Zeugnisses.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
(Foto: GettyImages)
Wido Geis-Thöne Pressemitteilung 30. Mai 2022

Geflüchtete Ukrainer: Zusätzlich 13.500 Lehrkräfte und 11.400 Erzieher notwendig

Aufgrund des Kriegs in ihrem Heimatland dürften sich mindestens 3,5 Prozent der ukrainischen Kinder und Jugendlichen inzwischen in Deutschland aufhalten. Damit sie einen Platz in Schulen und Kindergärten finden, werden zusätzlich rund 13.500 Lehrkräfte und ...

IW

Artikel lesen
Wido Geis-Thöne in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Interview 23. Mai 2022

Lehrermangel: „In vier, fünf Jahren werden wir das große Drama erleben“

IW-Bildungsexperte Wido Geis-Thöne hat eigene Berechnungen zum Lehrermangel in Deutschland vorgelegt. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt er, warum vor allem in den MINT-Fächern Ungemach droht und wo die Grenzen des Quereinstiegs ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880