Selbst wenn die Marktpreise für Strom – also Börsenpreis, Vertriebskosten und Netzentgelte – konstant bleiben, könnte der Endkundenpreis für Haushalte bis 2018 um 13 Prozent zulegen. Für Industrieunternehmen, die nicht von Sonderregeln profitieren, kann es sogar um 19 Prozent aufwärts gehen. Das ist das Ergebnis eines neuen Gutachtens des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Anstieg um bis zu 19 Prozent möglich
Schon heute sind staatlich verordnete Abgaben für die Hälfte des Haushaltsstrompreises verantwortlich. In den nächsten Jahren wird dieser Anteil laut Gutachten noch weiter ansteigen, wenn nicht bald gegengesteuert wird. Der wesentliche Preistreiber ist dabei das Erneuerbare Energien Gesetz: 2014 werden bereits 19,4 Milliarden Euro für die Förderung von Sonne, Wind und Biomasse ausgegeben. Je nach Szenario kann sich diese Summe bis 2018 auf über 31 Milliarden Euro pro Jahr erhöhen.
Um diese Kosten zu begrenzen braucht es mehr, als nur eine „Reparatur“ einzelner Elemente der Förderung im kommenden Jahr. Denn mehr Effizienz und Innovationen entstehen vor allem durch mehr Wettbewerb. Im Koalitionsvertrag werden Elemente einer marktnäheren Preisfindung bei der Förderung der erneuerbaren Energien genannt – die Schlagworte lauten Direktvermarktung, Marktprämien und Auktionierung. Diese und andere ähnliche Ideen sollten möglichst schnell realisiert werden, um die Kostendynamik der Energiewende im Sinne der Privathaushalte und Unternehmen zu bremsen.

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