1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Es gibt schon eine Regelung für Geringverdiener
Zeige Bild in Lightbox Es gibt schon eine Regelung für Geringverdiener
(© Foto: contrastwerkstatt - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Arbeitslosengeld I IW-Nachricht 5. Februar 2012

Es gibt schon eine Regelung für Geringverdiener

Die Opposition will die Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld I erleichtern. So will sie verhindern, dass viele Arbeitslose gleich in das Arbeitslosengeld II – Hartz IV genannt - fallen. Dabei gibt es schon eine Sonderregel für prekär Beschäftigte.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Friseur Quelle: contrastwerkstatt/Fotolia

Von den 400.000 Arbeitslosen, die im Januar 2012 ihren Job auf dem ersten Arbeitsmarkt verloren, erhielten immerhin 330.000 das reguläre Arbeitslosengeld. Rund 70.000 Personen bekamen Arbeitslosengeld II, zum Beispiel weil sie die Voraussetzungen nicht erfüllten oder ihr Arbeitslosengeld so gering war, dass es aufgestockt werden musste.

Um Arbeitslosengeld zu erhalten, ist eine beitragspflichtige Beschäftigungsdauer von 12 Monaten innerhalb einer Frist von 2 Jahren erforderlich. Die Opposition möchte einerseits die Rahmenfrist auf 3 Jahre verlängern und andererseits die Zahl der erforderlichen Beitragsmonate verringern. Es müsse auf die zunehmende Zahl vorübergehend Beschäftigter reagiert werden.

Die dahinter stehende Logik ist durchaus fragwürdig: Es soll eine soziale Leistung verbessert werden mit dem Ziel, dass kein Anspruch auf eine andere soziale Leistung entsteht.

Die Forderung übersieht zudem, dass es bereits eine Sonderregel für kurzfristig Beschäftigte und Geringverdiener gibt. Wer nicht länger als 6 Wochen befristet beschäftigt war und weniger als 2.625 Euro (West) bzw. 2.240 Euro (Ost) verdiente, braucht nur 6 Beitragsmonate für den Anspruch auf Arbeitslosengeld I.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Die Rechnung geht nicht auf
Jochen Pimpertz IW-Nachricht 29. Juni 2022

Höhere Krankenkassenbeiträge: Die Rechnung geht nicht auf

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigt an, die Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im nächsten Jahr um 0,3 Prozentpunkte anzuheben. Doch das wird kaum ausreichen, selbst wenn der Bundeszuschuss – wie angekündigt – um zwei ...

IW

Artikel lesen
Jochen Pimpertz IW-Report Nr. 37 20. Juni 2022

Mindestrücklage anheben, Beitragszahler nicht überfordern

In der gesetzlichen Rentenversicherung sollen saisonale Schwankungen der monatlichen Beitragseinnahmen über die Nachhaltigkeitsreserve ausgeglichen werden. Die wird aber bis zum Jahr 2026 auf die Mindestrücklage von 20 Prozent einer Monatsausgabe sinken.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880