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Finanzmarktkrise IW-Nachricht 28. Januar 2008

Deutsche Häuslebauer bleiben verschont

Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten haben die Bedingungen für den kreditfinanzierten Erwerb von Unternehmungen und großen Immobilienpaketen deutlich erschwert. Für private Immobilienkäufer sieht es hingegen ganz anders aus – sofern sie über genügend Eigenkapital verfügen

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Für Kunden mit guter Bonität hat sich die Situation im Januar sogar verbessert. Anders als etwa in den USA finanzieren die Banken hierzulande die Hypothekendarlehen meist mit den Spareinlagen ihrer Kunden. Damit bleibt der Hypothekenmarkt von den derzeitigen Turbulenzen verschont. Darüber hinaus hat die Konkurrenz im Bereich der Wohnungsbaukredite – vor allem auch durch den Eintritt ausländischer Banken –deutlich zugenommen; die Zinsen geben entsprechend nach. Zwischen August 2007, dem Beginn der Finanzmarktkrise, und November 2007 sind die Zinsen für langfristige Hypothekendarlehen leicht um 0,14 Prozentpunkte auf nunmehr durchschnittlich 5 Prozent gesunken. Insgesamt gehen die Banken auch künftig von günstigen Konditionen aus, zumal der Wohnungsmarkt als stabil eingestuft wird.

Probleme könnten jedoch Kunden mit wenig Eigenkapital bekommen. Bis vor einigen Monaten gab es noch zahlreiche Angebote für Vollfinanzierungen; manche Banken haben sogar bis zu 120 Prozent finanziert, damit auch die Einbauküche bezahlt werden konnte. Dieser recht junge Markt ist in Deutschland aber vorerst nahezu ausgetrocknet – wegen der schlechten Erfahrungen mit Subprime-Darlehen in den USA. Diese Produkte werden fast ausschließlich über den Kapitalmarkt finanziert. Investoren sind derzeit jedoch nicht bereit, entsprechende Wertpapiere zu kaufen.

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