1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Der Staat ist der böse Bube
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Spritpreise IW-Nachricht 7. Juni 2011

Der Staat ist der böse Bube

Pfingsten steht vor der Tür – und an den Zapfsäulen klettern die Spritpreise. Den Ärger darüber bekommen die Mineralölwirtschaft und die Tankstellen ab. Denn sie sind für die Verbraucher die Blitzableiter. Dabei wird übersehen, dass der Staat für mehr als die Hälfte des Endpreises verantwortlich ist. Als Folge gehört Deutschland in der EU zu den Ländern mit dem niedrigsten Nettopreis von Kraftstoffen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

In Deutschland gehen 59 Prozent des Preises für Superbenzin und 51 Prozent des Dieselpreises auf die Mineralölsteuer und die Mehrwertsteuer zurück. Mit diesen Steueranteilen liegt Deutschland in der EU auf dem fünften bzw. dem dritten Platz. Dabei liegen die Kraftstoffpreise selbst mit 1,52 Euro für Superbenzin und 1,35 Euro für Diesel im Mittelfeld der EU-Länder.

Bei mittleren Endverbraucherpreisen und hohen Steueranteilen müssen die Nettopreise zwangsläufig gering sein. In Deutschland verlangen die Tankstellen mit 62 Cent den zweitniedrigsten Nettopreis in der EU. Bei Diesel ist es mit 66 Cent der sechstniedrigste unter den 27 EU-Staaten. Bei den Spitzenreitern in der EU, das sind Dänemark bei Superbenzin und Griechenland bei Diesel, gehen mit 74 und 77 Cent je Liter 12 und 11 Cent mehr an die Tankstellen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Vier Jahre sparen für die Grunderwerbsteuer
Pekka Sagner / Anna-Maria Hagenberg IW-Kurzbericht Nr. 88 29. November 2021

Vier Jahre sparen für die Grunderwerbsteuer

Beim Immobilienkauf muss allein für die Grunderwerbsteuer im Durchschnitt vier Jahre lang gespart werden. Am längsten müssen Berlinerinnen und Berliner sparen – bis zu elf Jahre.

IW

Artikel lesen
Tobias Hentze bei ntv.de Interview 26. November 2021

Koalitionsvertrag: „Kein großer Wurf, aber ein guter Auftakt”

Die Ampelkoalitionäre haben die Messlatte zu Beginn ihrer Regierungszeit hoch gehängt. Die ambitionierten Ziele beispielsweise für Klimaschutz, Digitalisierung und Wohnungsbau werden Milliardensummen verschlingen. Woher das Geld kommen soll, bleibt allerdings ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880