1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Beitragssatz senken statt Polster bilden
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Krankenversicherung IW-Nachricht 6. Dezember 2011

Beitragssatz senken statt Polster bilden

Trotz Überschüssen und Finanzpolster in der gesetzlichen Krankenversicherung reichen die Mittel kaum, den Beitragssatz nennenswert zu senken.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Nach den ersten drei Quartalen verbuchen die gesetzlichen Krankenkassen in diesem Jahr ein Plus von insgesamt 3,9 Milliarden Euro. Für die Festsetzung des Beitragssatzes ist aber die Entwicklung im Gesundheitsfonds relevant. Hier schlägt lediglich ein Überschuss von 1,4 Milliarden Euro zu Buche – weil beim Fonds anders kalkuliert wird. Immerhin: Einschließlich der schon bestehenden Finanzpolster dürfte der Fonds Ende des Jahres eine Rücklage von mehr als 8,5 Milliarden Euro verfügen. Davon müssen allerdings 3,1 Milliarden Euro in der gesetzlichen Mindestreserve bleiben. Weitere 2 Milliarden Euro dienen künftig dem sozialen Ausgleich bei unzumutbaren Belastungen durch Zusatzprämien. Außerdem lastet noch eine stille Schuld aus dem Defizitjahr 2009 auf dem Fonds.

Unterm Strich könnte der Beitragssatz wohl höchstens um einen Zehntelpunkt gesenkt werden. Damit würden die Beitragseinnahmen zwar spärlicher fließen und weitere Kassen müssten Zusatzprämien erheben. Das würde aber für mehr Transparenz und Wettbewerb sorgen, als dies bei einem einheitlichen Beitragssatz ohne Zusatzprämie der Fall ist.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Michael Hüther / Jochen Pimpertz in Zeitschrift für Wirtschaftspolitik Externe Veröffentlichung 17. November 2022

Wider eine verpflichtende Aktienrente – auch Vermögen sichert Wohlstand im Alter

Eine verpflichtende Vorsorge in Form einer kapitalgedeckten Zusatzrente wird unter anderem damit begründet, Freifahrerverhalten zu vermeiden. Verzichten Individuen freiwillig auf die Möglichkeit ergänzender Vorsorge, drohe eine ungerechtfertigte ...

IW

Artikel lesen
Michael Hüther in der Wirtschaftswoche Interview 12. November 2022

Sozialsystem unter Druck: „Wir sollten 100 Stunden mehr im Jahr arbeiten”

Die Demografie setzt die Sozialkassen unter Druck, die Arbeitskosten steigen. Das liege auch am Versagen der Politik, rügt IW-Direktor Michael Hüther im Interview mit der Wirtschaftswoche – und schlägt unpopuläre Reformen vor.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880