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Mini-Jobs als Nebenerwerb zusätzlich zu einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Ihre Zahl hat sich seit 2003 von 1,2 Millionen auf momentan 2,4 Millionen verdoppelt. Als Treibsatz für die kleinen Beschäftigungsverhältnisse erwies sich vor allem die Hartz-Reform der Schröder-Regierung: Ab dem Jahr 2003 wurden solche Nebenjobs nicht mehr gemeinsam mit dem Einkommen aus dem Hauptjob bei der Einkommenssteuer und Sozialversicherung veranlagt. Die Abgaben für die Minis werden seither pauschal mit dem Arbeitgeberbeitrag abgegolten. In der Folge bekamen die Beschäftigten weit mehr netto fürs Brutto und diese Jobs wurden beliebter.

Die Motive, warum Beschäftigte nach Feierabend noch einmal einem weiteren Beruf nachgehen, sind nicht eindeutig geklärt. Vorliegende Untersuchungen verweisen vor allem auf eins: Die Beschäftigten möchten im Hauptjob eigentlich mehr arbeiten, können dies in ihrer gegenwärtigen Anstellung aber nicht – vor allem, wenn sie einen Teilzeitjob haben.

IW-Kurzbericht, 7. Juni 2017

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Seit Jahren steht eine Reform des Ehegattensplittings immer wieder im Raum. Befürworter und Gegner beharren auf ihren jeweiligen Argumenten. Anstatt nur die Systemfrage zu stellen, lohnt es sich über kleine Änderungen am Status quo wie eine Vereinfachung der Lohnsteuerklassen nachzudenken. mehr

Steuerquote - Bund und Länder liegen gleichauf
IW-Kurzbericht, 22. Mai 2017

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Der Staat beansprucht einen stetig wachsenden Anteil der Wirtschaftskraft für sich. Während der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt nach der Kassenstatistik im Jahr 2016 bei 22,5 Prozent lag, waren es 2004 noch 3 Prozentpunkte weniger. Dabei steigt vor allem die Steuerquote der Bundesländer. mehr

16. Mai 2017

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Eine gute Nachricht: Die Grundidee des deutschen Steuersystems funktioniert – wer viel verdient, zahlt auch entsprechend mehr Steuern. Eine schlechte Nachricht: Den sogenannten Spitzensteuersatz zahlen auch Menschen, die zwar gut verdienen, aber alles andere als Spitzenverdiener sind. Ein kinderloser Single zum Beispiel muss bereits ab einem Jahresbruttoeinkommen von etwa 65.000 Euro den Einkommenssteuerhöchstsatz von 42 Prozent berappen. mehr auf iwd.de