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Bislang steht der deutsche Arbeitsmarkt praktisch ausschließlich Hochschulabsolventen aus Drittstaaten offen. Nur für einige wenige „exotische“ Berufe wie etwa Spezialitätenköche gibt es Ausnahmen und im Bereich Pflege bilaterale Absprachen zwischen Ländern.

Ab Juli 2013 wird der Arbeitsmarkt-Zugang nun auch für Fachkräfte mit nicht-akademischer Berufsqualifikation möglich sein. Dafür ist es höchste Zeit, denn Fachkräfteengpässe und demografischer Wandel sind in Deutschland immer stärker zu spüren. Und die Engpässe beschränken sich dabei nicht nur auf Ärzte und Ingenieure. Auch zahlreiche gewerblich-technische Berufe sind betroffen, etwa Elektroinstallateure und -monteure sowie Schweißer oder Maschinenbautechniker.

Entsprechend wird die Bundesagentur für Arbeit eine Liste mit jenen Engpassberufen erstellen, für die Fachkräfte aus Drittstaaten einwandern dürfen. Wichtig ist dann allerdings, dass diese Liste öffentlich zugänglich ist. Denn nur so ist für ausländische Bewerber und hiesige Unternehmen leicht ersichtlich, in welchem Bereich der Einwanderungs-Aufwand deutlich reduziert worden ist.

Der hohe Wert der deutschen Berufsausbildung und des Labels „Made in Germany“ bleibt indes ungefährdet: Zugangsvoraussetzung für entsprechende Fachkräfte ist, dass die Gleichwertigkeit ihres Abschlusses mit einem deutschen Abschluss formal anerkannt wurde. Die Bewertungsmöglichkeiten dafür existieren dank des Anerkennungsgesetzes längst (mehr dazu: www.bq-portal.de).

Ausländische MINT-Fachkräfte lindern Fachkräftemangel
Interview, 22. November 2017

Axel Plünnecke in Employland Ausländische MINT-Fachkräfte lindern FachkräftemangelArrow

Der Fachkräftemangel im MINT-Bereich hat ein neues Rekordhoch erreicht. Ohne die steigende Zahl der ausländischen Beschäftigten wäre er noch wesentlich höher. IW-Ökonom Axel Plünnecke erklärt im Interview mit dem Blog der Vermittlungsplattform Employland, wodurch das Beschäftigungswachstum ausländischer Arbeitnehmer im MINT-Bereich begünstigt wird. mehr

Eckpunkte eines modernen Zuwanderungsrechts
IW policy paper, 17. November 2017

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Deutschland braucht ein modernes Einwanderungsrecht. Einerseits ist das Land zunehmend auf gut ausgebildete Personen aus Drittstaaten angewiesen. Andererseits machen sich viele vorwiegend niedrigqualifizierte Personen ohne Dokumente auf den Weg nach Deutschland, was zu Wanderungsbewegungen führt, die besser gesteuert werden sollten. mehr