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Die Neuzuwanderer der vergangenen Jahre waren häufiger hochqualifiziert als die bereits in Deutschland lebenden Menschen. Zudem sind die Migranten im Durchschnitt jünger und stehen daher häufiger im Erwerbsleben. Unter dem Strich dürfte auch die nun zu erwartende Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien das Gemeinwesen eher entlasten.

Die Zuwanderung nach Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Der Anteil der Hochschulabsolventen unter den Zuwanderern hat sich beispielsweise seit dem Jahr 2000 auf rund 30 Prozent in etwa verdoppelt. In der Gesamtbevölkerung beträgt der Akademikeranteil dagegen nur knapp 20 Prozent. Entsprechend erfolgreich waren die Zuwanderer auf dem Arbeitsmarkt. Mittlerweile bekleiden die erwerbstätigen Zuwanderer etwa so häufig Fach- und Führungspositionen wie der Durchschnitt der Bevölkerung.

Für die Innovationskraft und das Wachstum ist es wichtig, dass sich genügend Menschen in den sogenannten MINT-Fächern auskennen, also einen Hochschulabschluss in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik haben. Etwa 10 Prozent der erwachsenen Neuzuwanderer konnten zuletzt eine solche Qualifikation vorweisen. Unter den bereits in Deutschland lebenden Erwachsenden liegt der Anteil nur bei rund 6 Prozent. Darüber hinaus sind Zuwanderer im Durchschnitt deutlich jünger und deshalb häufiger erwerbstätig als der Rest der Bevölkerung. Im Jahr 2012 waren mehr als 40 Prozent aller im Ausland geborenen Menschen als Arbeiter und Angestellte tätig. Unter den im Inland Geborenen beträgt die Quote nur rund 34 Prozent.

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20. November 2017

Interview mit Michael Sket „Wir können uns in der Eurozone noch nicht zurücklehnen“Arrow

Als es galt, die europäischen Krisenstaaten vor der Pleite und die Währungsunion vor dem Zerfall zu bewahren, stabilisierte Michael Sket, inzwischen Wirtschaftsanalyst für Italien, Malta und Polen bei der EU-Kommission, zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen den Staatenverbund mit dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Im iwd-Interview spricht Sket über Griechenland, das Verhältnis der Deutschen zu den Italienern und die Rolle des Internationalen Währungsfonds. mehr auf iwd.de

17. November 2017

Jürgen Matthes Europa zwischen Komfortzone und KrisenherdArrow

Das Erstarken populistischer Parteien, Terrorangriffe und nicht zuletzt das Brexit-Votum haben die Europäische Union gehörig durcheinandergeschüttelt. Doch es gibt auch Lichtblicke: Die Begeisterung für den europäischen Staatenverbund war schon lange nicht mehr so groß wie heute. Gleichwohl gibt es in vielen Punkten Verbesserungsbedarf. Dieser Beitrag bildet den Auftakt einer Serie zur Zukunft der EU auf iwd.de. mehr auf iwd.de

Eckpunkte eines modernen Zuwanderungsrechts
IW policy paper, 17. November 2017

Wido Geis Eckpunkte eines modernen ZuwanderungsrechtsArrow

Deutschland braucht ein modernes Einwanderungsrecht. Einerseits ist das Land zunehmend auf gut ausgebildete Personen aus Drittstaaten angewiesen. Andererseits machen sich viele vorwiegend niedrigqualifizierte Personen ohne Dokumente auf den Weg nach Deutschland, was zu Wanderungsbewegungen führt, die besser gesteuert werden sollten. mehr