Zuwanderung Image
Quelle: Leonardo Franko - Fotolia

Die Neuzuwanderer der vergangenen Jahre waren häufiger hochqualifiziert als die bereits in Deutschland lebenden Menschen. Zudem sind die Migranten im Durchschnitt jünger und stehen daher häufiger im Erwerbsleben. Unter dem Strich dürfte auch die nun zu erwartende Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien das Gemeinwesen eher entlasten.

Die Zuwanderung nach Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Der Anteil der Hochschulabsolventen unter den Zuwanderern hat sich beispielsweise seit dem Jahr 2000 auf rund 30 Prozent in etwa verdoppelt. In der Gesamtbevölkerung beträgt der Akademikeranteil dagegen nur knapp 20 Prozent. Entsprechend erfolgreich waren die Zuwanderer auf dem Arbeitsmarkt. Mittlerweile bekleiden die erwerbstätigen Zuwanderer etwa so häufig Fach- und Führungspositionen wie der Durchschnitt der Bevölkerung.

Für die Innovationskraft und das Wachstum ist es wichtig, dass sich genügend Menschen in den sogenannten MINT-Fächern auskennen, also einen Hochschulabschluss in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik haben. Etwa 10 Prozent der erwachsenen Neuzuwanderer konnten zuletzt eine solche Qualifikation vorweisen. Unter den bereits in Deutschland lebenden Erwachsenden liegt der Anteil nur bei rund 6 Prozent. Darüber hinaus sind Zuwanderer im Durchschnitt deutlich jünger und deshalb häufiger erwerbstätig als der Rest der Bevölkerung. Im Jahr 2012 waren mehr als 40 Prozent aller im Ausland geborenen Menschen als Arbeiter und Angestellte tätig. Unter den im Inland Geborenen beträgt die Quote nur rund 34 Prozent.

Ansprechpartner

Arbeit für Flüchtlinge
Gastbeitrag, 22. Juni 2017

Regina Flake in der Welt Arbeit für FlüchtlingeArrow

Wenn Politik und Wirtschaft eng zusammenarbeiten und die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingt, kann Deutschland vom Zuzug profitieren. Den Fachkräfteengpass wird dies aber kurzfristig kaum abmildern, schreibt IW-Ökonomin Regina Flake in einem Gastbeitrag für der Welt. mehr

22. Juni 2017

Berit Schmiedendorf 110.000 neue BundesbürgerArrow

Rund 110.000 Ausländer haben sich im Jahr 2016 in Deutschland einbürgern lassen - gut 3.000 mehr als 2015. In den Jahren 2013 und 2014 war die Zahl der neuen Bundesbürger noch zurückgegangen. mehr auf iwd.de

Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperity
Gastbeitrag, 20. Juni 2017

Hubertus Bardt on KKC International Platform Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperityArrow

In an environment with growing protectionism and the danger of economic disintegration and shocks for the global trade policy system, a free trade agreement between Japan and Europe could set a positive example. Progress in the negotiations are necessary to foster growth and prosperity and to send a message to other countries, that modern market economies rely on good trade relations. mehr