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In den vergangenen Jahren hat die Nettozuwanderung – also die Zahl der Zuwanderer abzüglich der Zahl der Auswanderer - kontinuierlich zugenommen. Verließen noch im Jahr 2009 mehr Menschen das Land als hinzukamen, so ist die Nettozuwanderung bis 2013 auf 437.000 Personen gestiegen. Lässt man die unter dem Strich abwandernden Deutschen außer Acht, so hat die Nettozuwanderung mit 459.000 Ausländern sogar den höchsten Wert seit Gründung der Bundesrepublik erreicht. Der Industrieländerorganisation OECD zufolge war Deutschland 2012 das zweitbeliebteste Einwanderungsland nach den USA. Die Zuwanderung leistet damit heute einen bedeutenden Beitrag zur Fachkräftesicherung.

Deutschlands Nettozu- und -abwanderung

Quelle: Statistisches Bundesamt, 2014, Bevölkerung und Erwerbstätigkeit: Vorläufige Wanderungsergebnisse 2013

Insgesamt ist aber davon auszugehen, dass die Zahlen in den kommenden Jahren wieder stark zurückgehen werden. Zum einen kommen die meisten Zuwanderer derzeit aus süd- und osteuropäischen Ländern, die selbst stark vom demografischen Wandel betroffen sind. Dies gilt insbesondere für die fünf bedeutendsten Herkunftsländer Polen, Rumänien, Italien, Ungarn und Spanien. Zum anderen erklären sich die Zuwanderungsströme zu großen Teilen mit der Wirtschaftskrise in Südeuropa und dem Ende der Beschränkungen der Freizügigkeit für die osteuropäischen EU-Staaten. Auf Regionen außerhalb Europas entfielen 2013 gerade einmal 24 Prozent der Nettozuwanderung.

Um auch langfristig Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen zu können, muss sich Deutschland also noch weiter öffnen und verstärkt Fachkräfte aus Ländern in demografisch starken Regionen gewinnen: zum Beispiel aus Indien, Indonesien und Vietnam. Damit dies gelingt, ist einerseits eine weitere Liberalisierung und Vereinfachung der Regelungen zur Arbeitskräftezuwanderung notwendig, etwa in Form eines Punktesystems. Andererseits sollte die Willkommenskultur in Deutschland weiter gestärkt werden.

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Menschen mit Behinderung sind besonders häufig arbeitslos – obwohl viele Unternehmen einer betrieblichen Ausbildung dieser Menschen offen gegenüberstehen. Wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, fehlt es jedoch häufig an Ansprechpartnern und einer regionalen Vernetzung. mehr

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