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Deutschland wird als Zielland für Zuwanderer immer attraktiver: Lag die Nettozuwanderung im ersten Halbjahr 2010 nur bei rund 61.000 Personen, so hat sich diese Zahl bis zum ersten Halbjahr 2013 mehr als verdreifacht. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist das ein großer Erfolg für Deutschland. Denn wenn es gelingt, genügend Menschen aus dem Ausland für ein Leben und Arbeiten in der Bundesrepublik zu gewinnen, können Engpässe am Arbeitsmarkt und Schwierigkeiten in den umlageorientierten Renten- und Sozialsystemen leichter vermieden werden.

Polen, Rumänien und Bulgarien waren im ersten Halbjahr 2013 die wichtigsten Herkunftsländer der Zuwanderer. Der stärkste Anstieg im Vergleich zum Vorjahr war allerdings bei der Zuwanderung aus Spanien und Italien zu verzeichnen – aus Spanien kamen netto knapp 3.600 Personen mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, aus Italien fast 6.000 mehr. Damit leistet Zuwanderung einen immer größeren Beitrag dazu, die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in Europa auszugleichen. Der gemeinsame europäische Arbeitsmarkt funktioniert also immer besser – wenn in einem Land die Jobs fehlen, suchen sich Bürger in einem anderen Arbeit.

Langfristig reicht es allerdings nicht aus, Zuwanderer aus Europa für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen. Denn die meisten EU-Länder sind wie Deutschland stark vom demografischen Wandel betroffen, sodass die Zahl der Fachkräfte und damit auch die Wanderungspotenziale zurückgehen werden. Daher muss Deutschland verstärkt Zuwanderer aus außereuropäischen Ländern mit viel Nachwuchs und starker Fachkräftebasis gewinnen.

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Arbeit für Flüchtlinge
Gastbeitrag, 22. Juni 2017

Regina Flake in der Welt Arbeit für FlüchtlingeArrow

Wenn Politik und Wirtschaft eng zusammenarbeiten und die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingt, kann Deutschland vom Zuzug profitieren. Den Fachkräfteengpass wird dies aber kurzfristig kaum abmildern, schreibt IW-Ökonomin Regina Flake in einem Gastbeitrag für der Welt. mehr

22. Juni 2017

Berit Schmiedendorf 110.000 neue BundesbürgerArrow

Rund 110.000 Ausländer haben sich im Jahr 2016 in Deutschland einbürgern lassen - gut 3.000 mehr als 2015. In den Jahren 2013 und 2014 war die Zahl der neuen Bundesbürger noch zurückgegangen. mehr auf iwd.de

18. Mai 2017

Wido Geis Bund muss Kita-Lücken schließenArrow

Seit August 2013 haben Eltern Anspruch auf einen Betreuungsplatz, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Dennoch fehlen noch immer gut 293.000 Plätze für unter Dreijährige. Weil der Bedarf weiter steigen dürfte, ist das neue Investitionsprogramm des Bundes zur Kita-Finanzierung ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung. mehr auf iwd.de