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Laut Koalitionsplänen können Nicht-EU-Ausländer hierzulande künftig bereits ab einem Jahreseinkommen von 48.000 Euro eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis erhalten. Bisher waren dafür 66.000 Euro Jahresverdienst nötig. Für eine zunächst zeitlich befristete Aufenthaltserlaubnis reicht in Zukunft ein jährliches Einkommen von mindestens 44.000 Euro. Und in rund 60 technischen-naturwissenschaftlichen Berufen, in denen es schon heute Engpässe beim Personal gibt, ist eine Gehaltsschwelle von 33.000 Euro pro Jahr in Planung.

Die Koalition setzt damit nicht nur die EU-Richtlinie zur sogenannten Blue Card um, sondern unterstreicht auch, dass qualifizierte Zuwanderung eine wichtige Rolle bei der Fachkräftesicherung spielt. Die Angst vor Lohndumping konnten Studien auch aus der Welt räumen. Zumal – welcher indische Informatiker sollte schließlich für einen geringen Lohn nach Deutschland kommen, wenn er anderswo im Ausland hervorragend verdienen kann?

IW-Nachricht, 18. Juli 2017

Oliver Koppel MINT: Fachkräfte verzweifelt gesuchtArrow

Egal ob Digitalisierung, Industrie 4.0 oder Elektromobilität – für die Umsetzung dieser neuen Trends benötigen Unternehmen in Deutschland technisch-naturwissenschaftliches Know-How. Das zeigt sich auch am Arbeitsmarkt: Noch nie waren in den sogenannten MINT-Berufen so viele offene Stellen zu besetzen. mehr

10. Juli 2017

Philipp Deschermeier Achtung, demografischer WandelArrow

Wahr ist, dass es Deutschland derzeit so gut geht wie schon lange nicht mehr: Die Beschäftigung liegt auf Rekordniveau, die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, die staatlichen Haushalte schreiben schwarze Zahlen und die Schulden sinken. Wahr ist aber auch: So wird es nicht bleiben. Die IW-Studie „Perspektive 2035“ zeigt, warum der demografische Wandel das Land vor große Herausforderungen stellt. mehr auf iwd.de