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Laut Koalitionsplänen können Nicht-EU-Ausländer hierzulande künftig bereits ab einem Jahreseinkommen von 48.000 Euro eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis erhalten. Bisher waren dafür 66.000 Euro Jahresverdienst nötig. Für eine zunächst zeitlich befristete Aufenthaltserlaubnis reicht in Zukunft ein jährliches Einkommen von mindestens 44.000 Euro. Und in rund 60 technischen-naturwissenschaftlichen Berufen, in denen es schon heute Engpässe beim Personal gibt, ist eine Gehaltsschwelle von 33.000 Euro pro Jahr in Planung.

Die Koalition setzt damit nicht nur die EU-Richtlinie zur sogenannten Blue Card um, sondern unterstreicht auch, dass qualifizierte Zuwanderung eine wichtige Rolle bei der Fachkräftesicherung spielt. Die Angst vor Lohndumping konnten Studien auch aus der Welt räumen. Zumal – welcher indische Informatiker sollte schließlich für einen geringen Lohn nach Deutschland kommen, wenn er anderswo im Ausland hervorragend verdienen kann?

IW-Report
IW-Report, 15. September 2017

Christian Friesl / Wido Geis / Martin Hörmann / Patrick Schellenbauer / Fabian Schnell / Clemens Wallner Migration und Arbeitsmärkte in Deutschland, Österreich und der SchweizArrow

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auf die Zuwanderung von Fachkräften angewiesen, um ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. mehr

MINT-Berufe: Es fehlen mehr Arbeitskräfte denn je
IW-Nachricht, 12. September 2017

Sarah Berger MINT-Berufe: Es fehlen mehr Arbeitskräfte denn jeArrow

Die OECD lobt Deutschland in ihrem Bericht „Bildung auf einen Blick“ für die akademische und duale Ausbildung im MINT-Bereich – zu Recht. Dennoch fehlen immer mehr Arbeitskräfte im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Um die Lücke zu schließen, muss noch mehr in den Nachwuchs investiert werden. mehr

Dreiländertreffen
Pressemitteilung, 7. September 2017

Dreiländertreffen Demografischer Wandel: Zuwanderung ist nötigArrow

Deutschland, Österreich und die Schweiz müssen sich stärker um Fachkräfte aus dem Ausland bemühen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), der österreichischen Industriellenvereinigung (IV) und von Avenir Suisse. Die konkreten Lösungswege unterscheiden sich jedoch in den drei Ländern. mehr