Zusatzbeitrag Image
Quelle: Fotolia

In diesem Jahr droht der gesetzlichen Krankenversicherung trotz erhöhter Steuerzuschüsse ein Defizit von schätzungsweise 4 Milliarden Euro. Angesichts dieser düsteren Aussichten haben mehrere große deutsche Krankenkassen angekündigt, Zusatzbeiträge von ihren Versicherten einzufordern. Mehr als 8 Euro extra pro Monat werden es wohl nicht sein, denn noch höhere Nachforderungen müssen von der Versicherungsaufsicht genehmigt werden.

Auf den ersten Blick erscheint der Zusatzbeitrag wie ein Bruch mit der Idee einer solidarischen Sozialversicherung. Auf den zweiten Blick ist er aber ein Anreiz für die Versicherten, kostenbewusster zu handeln – im Klartext: die Versicherung zu wechseln. Denn der Zusatzbeitrag ist zumindest zum heutigen Zeitpunkt noch kein unabwendbares Schicksal. Sobald die eigene Versicherung eine Extraforderung ankündigt, können sich die Mitglieder grundsätzlich binnen vier Wochen für eine andere Kasse oder einen anderen Tarif entscheiden. Von daher ist es auch nicht sinnvoll, Empfängern von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II den Zusatzbeitrag zu erlassen – denn auch sie als mündige Menschen können ihrer Krankenkasse ganz einfach den Rücken kehren.

26. Mai 2017

Klaus-Heiner Röhl Medizintechnik: Hightech für die GesundheitArrow

Qualitativ hochwertige und weltweit nachgefragte Produkte sorgen dafür, dass Umsatz und Beschäftigung in der Medizintechnik-Branche seit Jahren wachsen. Auch die Aussichten für diesen Zweig der deutschen Metall- und Elektro-Industrie sind gut – dank der steigenden Lebenserwartung in den Industriestaaten und des zunehmenden Wohlstands in den Schwellen- und Entwicklungsländern. mehr auf iwd.de