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Doch seit 1998 gibt es immer weniger dieser Helfer, im März waren es nicht einmal 50.000 – und zumindest formal betrachtet verschwinden die Zivis bald ganz. Ab Juli dieses Jahres ersetzt der sogenannte Freiwilligendienst den Zivildienst. Ganz unerwartet kommt das Ende nicht, schließlich gab es von verschiedenen Seiten seit längerem Kritik. Besonders die mangelnde Wehrgerechtigkeit wurde allgemein beklagt, denn nach Schätzungen der Bundeswehr leisteten zuletzt nur noch knapp 19 Prozent der Wehrfähigen ihren Dienst bei der Armee, und gut 20 Prozent wurden Zivis, während die übrigen ausgemustert wurden, Ausnahmeregelungen in Anspruch nahmen oder einfach nur „Glück“ hatten und zu keinem Dienst herangezogen wurden.

Die Zivis waren Ökonomen noch aus einem anderen Grund ein Dorn im Auge: Zivildienstleistende waren billige Arbeitskräfte für die Wohlfahrtsverbände, private Anbieter dagegen konnten nur auf reguläre Beschäftigte zurückgreifen – kein wirklich fairer Wettbewerb. Caritas und Co. müssen nun auf den Freiwilligendienst und das freiwillige soziale Jahr bauen.

22. Mai 2017

Holger Schäfer Soziale Dienstleistungen boomenArrow

Der deutsche Arbeitsmarkt eilt von einem Rekord zum nächsten. In den vergangenen 20 Jahren sind 3,7 Millionen neue Jobs entstanden. Ein erheblicher Teil davon geht auf die sozialen Dienstleistungen zurück. mehr auf iwd.de

Finanzierungslücke in der Kranken- und Pflegeversicherung
IW-Pressemitteilung, 27. März 2017

Kranken- und Pflegeversicherung Große Finanzierungslücke drohtArrow

Der demografische Wandel führt dazu, dass die Ausgaben der Kranken- und Pflegeversicherung in den nächsten Jahrzehnten steigen und die Einnahmen sinken werden. Bei gleichbleibendem Leistungsniveau ist deshalb langfristig mit einer deutlichen Erhöhung der Beitragssätze zu rechnen, wie eine IW-Studie zeigt. mehr