Zeitarbeit Image
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So ergab eine aktuelle Befragung durch die Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult, dass die Hälfte der Unternehmen zwischen 2009 und 2010 zusätzliches Personal eingestellt hat: Zeitarbeiter genauso wie feste Beschäftigte. Nur 19 Prozent der Befragten haben ihre Stammbelegschaften reduziert und gleichzeitig Zeitarbeit aufgebaut. Das heißt aber nicht, dass überall annähernd so viele Zeitarbeitnehmer eingestellt wurden, wie feste Beschäftigte gehen mussten – dies war lediglich bei jedem 10. Unternehmen so. Zudem haben Betreibe auch den umgekehrten Weg beschritten: Rund 18 Prozent bauten Zeitarbeit ab und legten dafür bei den Stammbelegschaften zu.

Auch die Beschäftigtenstatistik spricht eine eindeutige Sprache: Von April 2010 bis April 2011 stieg die Zahl der Zeitarbeitnehmer um 91.000. Währenddessen nahm aber die so-zialversicherungspflichtige Beschäftigung um insgesamt 672.000 Personen zu. Das heißt, nicht einmal jeder siebte neue Job entstand in der Zeitarbeit.

Nebenjob
IW-Nachricht, 13. Oktober 2017

Holger Schäfer Nebenerwerbstätigkeit: Kein Indiz für ArmutArrow

3,2 Millionen Menschen in Deutschland gehen zusätzlich zu ihrem Hauptjob einer Nebenbeschäftigung nach – rund eine Million mehr als vor zehn Jahren. Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken hervor. Ein Grund zur Aufregung ist das aber nicht: Nebenjobber sind sogar oft sozial besser gestellt als andere Beschäftigte. mehr

Digitaler Wandel: Keine Ausweitung flexibler Beschäftigungsformen
IW-Kurzbericht, 7. September 2017

Oliver Stettes Digitaler Wandel: Keine Ausweitung flexibler Beschäftigungsformen Arrow

Ein spürbarer Wachstumsimpuls der Digitalisierung auf die Verbreitung flexibler Beschäftigungsformen ist nicht zu erwarten. Arbeiten in einem Umfeld 4.0 ist sowohl in Deutschland als auch in der Europäischen Union insgesamt unabhängig davon, ob der eigene Arbeitsvertrag befristet ist oder mit einem Zeitarbeitsunternehmen geschlossen wurde. mehr