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Peer Steinbrück Quelle: Dirk Vorderstraße

Geht es nach der SPD, sollen Mietpreise in bestehenden Verträgen künftig innerhalb von vier Jahren nur noch um 15 Prozent erhöht werden dürfen. Bisher können sie innerhalb von drei Jahren um 20 Prozent steigen. Außerdem planen die Sozialdemokraten, dass der Mietpreis bei Neuverträgen nur noch maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf – noch ist die Preisbildung bei Neuverträgen völlig frei.

Die SPD reagiert mit ihren Vorschlägen auf die steigenden Wohnkosten in vielen deutschen Ballungsräumen: Allein in Berlin sind die Mieten in Neuverträgen seit 2007 um mehr als 40 Prozent gestiegen. Die Vorschläge werden die Lage mittel- bis langfristig allerdings verschlechtern, nicht verbessern. Denn steigende Mieten signalisieren Knappheiten. Sie zeigen, dass es von einem Gut – in diesem Fall Wohnraum – zu wenig gibt. Investoren nehmen entsprechende Signale wahr und lassen neue Wohnungen bauen, die Lage entspannt sich dadurch also wieder.

Wird dieser Preismechanismus zerstört, werden sich Investoren zurückziehen. Außerdem kommt es zu Ausweichreaktionen der Vermieter – es wird beispielsweise weniger Instand gesetzt und modernisiert.

Länder wie Spanien oder das Vereinigte Königreich sollten den SPD-Politikern mahnende Beispiele sein: Dort haben vergleichbare Regulierungen zu einem Zusammenbruch des Mietwohnungsmarktes beigetragen. Denn es lohnte sich nur noch für Selbstnutzer, Immobilien zu kaufen. Heute versuchen die beiden Länder händeringend, den Mietwohnungsmarkt wiederzubeleben – unter anderem weil die momentane Situation sozialschwache Haushalte dazu nötigt, teure Kredite für eine Eigentumswohnung aufzunehmen.

Ideen für eine bessere Wohnungspolitik
Gutachten, 16. Oktober 2017

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Die Mieten und Preise in den Großstädten steigen stetig weiter und belasten zunehmend die Haushalte. Ursächlich hierfür ist ein starker Zuzug in die Städte und eine zu geringe Bautätigkeit. Um den Markt wieder zu entspannen, bedarf es daher einer deutlichen Ausweitung der Bautätigkeit, etwa über die Erschließung neuer Stadtviertel. Allerdings braucht dies Zeit, weshalb alternative Konzepte benötigt werden. mehr

Wohngeld
IW-Nachricht, 5. Oktober 2017

Ralph Henger / Judith Niehues Das Wohngeld muss zukunftsfest werden Arrow

Nach der Erhöhung des Wohngeldes ist die Zahl der Wohngeldempfänger zuletzt deutlich angestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt heute berichtet. Die Reform im vergangenen Jahr war überfällig, reicht aber längst nicht aus. Das Wohngeld sollte weiter gestärkt werden. mehr

IW-DREF-Studentenwohnpreisindex
Gutachten, 2. Oktober 2017

Philipp Deschermeier / Björn Seipelt / Michael Voigtländer StudentenwohnpreisindexArrow

Die stetige Zunahme der Studentenzahlen sowie der Zuzug anderer Bevölkerungsgruppen aus dem In- und Ausland haben zu einer deutlichen Verschärfung der Situation am Wohnungsmarkt geführt. Die Folge sind teils rasant steigende Wohnkostenbelastungen, wie der neue Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und der Deutschen Real Estate Funds in Kooperation mit ImmobilienScout24 zeigt. mehr