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Die Preise für Wohnimmobilien, insbesondere für Eigentumswohnungen in den Großstädten, sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Allein in Berlin, Hamburg und München gab es 2011 Preissteigerungen von etwa 8 Prozent. Ursächlich hierfür ist die starke Nachfrage aufgrund der guten Einkommensentwicklung, der niedrigen Zinsen sowie der Verunsicherung bei festverzinslichen Wertpapieren aufgrund der Euro-Krise. Außerdem erleben die Großstädte eine Renaissance, weil z.B. gerade jüngere Senioren heute lieber zentral leben wollen, um den Anschluss an soziale Kontakte, Kultur und Einkaufsmöglichkeiten nicht zu verlieren.

Der Wohnungsbau reagiert hierauf, wie die Statistik zeigt. So wurden 2011 knapp 15 Prozent mehr Wohngebäude gebaut als im Vorjahr. Besonders in den Ballungszentren legte die Bautätigkeit dabei zu. Auch eine Studie des IW Köln zeigt, dass Preissteigerungen die Bautätigkeit beflügeln. In vielen Großstädten wie etwa München ist Bauland allerdings knapp. In diesen Fällen stimulieren die höheren Mieten jedoch die Bautätigkeit im Umland, was ebenfalls für Entlastung sorgt.

Wird jetzt der soziale Wohnungsbau ausgeweitet, würde privates Kapital verdrängt. Darüber hinaus hat sich der soziale Wohnungsbau in der Vergangenheit als wenig treffsicher und kostspielig erwiesen. Wer derzeit beklagt, es würde nur im hochpreisigen Segment gebaut, sollte bedenken, dass die Wohnungsbestände im Zeitablauf unterschiedliche Gruppen ansprechen. Ziehen Haushalte mit hohem Einkommen in teure Neubauten, werden automatisch Wohnungen frei, die sich an Haushalte mit dem nächst niedrigeren Einkommen richten. So erhöht auch der Luxusneubau stets das Angebot für Haushalte mit kleineren Einkommen.

Ganz fatal wären im Übrigen Mietobergrenzen. Dann gäbe es für Investoren keine Anreize mehr, neue Wohnungen zu bauen.

Ralph Henger / Tobias Just / Michael Voigtländer
Tobins q und die Bautätigkeit im deutschen Immobiliensektor
IW-Trends 3/2011

Der Crash bleibt aus
IW-Kurzbericht, 15. September 2017

Michael Voigtländer / Jan Hebecker Immobilien-Index: Der Crash bleibt ausArrow

Die Unternehmen sind sich sehr sicher: Ein Crash in den nächsten zwei Jahren ist nicht zu erwarten, weder im Wohnungsmarkt noch im Gewerbeimmobilienmarkt. Und auch ansonsten schätzen die Unternehmen die Lage und auch die Aussichten als sehr gut ein. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich die ohnehin sehr gute Stimmung sogar noch weiter verbessert. mehr

Perspektiven für private Kleinvermieter
Presseveranstaltung, 13. September 2017

Pressegespräch mit Livestream Perspektiven für private KleinvermieterArrow

Deutschland ist traditionell eine Mieternation, knapp 55 Prozent aller Haushalte hierzulande leben in einer gemieteten Wohnung. Die überwiegende Mehrheit aller Mietwohnungen wird von sogenannten Kleinvermietern angeboten, also Haushalten, die sich nicht hauptberuflich mit der Vermietung von Wohnungen und Gewerbeflächen beschäftigen. mehr

Private Vermieter: Aus allen Schichten
Pressemitteilung, 13. September 2017

Michael Voigtländer / Björn Seipelt Private Vermieter: Aus allen SchichtenArrow

Anders als häufig gedacht, sind Vermieter von Wohnungen und Häusern nicht immer auch reich, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Tatsächlich werden die meisten Mietwohnungen in Deutschland von privaten Kleinvermietern angeboten. mehr