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Insgesamt kamen Sonne, Wasser, Wind und Co. 2011 auf einen Anteil von fast 20 Prozent – fast 40 Prozent davon wurden durch Windräder erzielt. Ohne die Windkraft wäre die Energiewende - die weitgehende Umstellung der Stromproduktion auf erneuerbare Quellen - kaum vorstellbar.

Im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien hat die Windkraft auch noch den großen Vorteil, dass sie relativ günstig ist. So erhielten die Erzeuger von Windstrom im Jahr 2011 eine Einspeisevergütung von 4,5 Milliarden Euro – die Anbieter von Solarenergie erhielten über 8 Milliarden Euro. Die Subventionen für die Windkraft beliefen sich dabei auf 2,6 Milliarden Euro, die für die Sonnenenergie auf 6,9 Milliarden Euro. Windräder liefern allerdings doppelt so viel Strom wie Solarmodule. Doppelte Menge bei halben Kosten – für den Stromverbraucher ist das eine gute Rechnung.

Aber auch der Windstrom bringt Probleme. Wenn es stark pustet, muss der Strom vom Norden in den Süden transportiert werden. Und wenn er nicht weht, müssen andere Anlagen einspringen. Die Windenergie ist mithin auf den Netzausbau und die Bereitstellung von Backup-Kapazitäten angewiesen. Außerdem bleiben die Kosten eine Herausforderung. Denn immer noch muss die Windenergie mit Milliarden Euros subventioniert werden.

Ansprechpartner

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de