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Der Einfluss von Onlineplattformen wächst ungebrochen. Die Politik sucht nach Lösungen, das innovative Potenzial der Firmen zu nutzen, ohne den Schutz der Verbraucher zu verschlechtern. Foto: Jason Doiy/iStock

Mal eben Flüge buchen, schnell noch ein Buch kaufen oder den neuesten Schnappschuss im sozialen Netzwerk hochladen; ein Leben ohne digitale Plattformen ist für viele kaum noch vorstellbar. Für die Politik muss es vor allem darum gehen, Innovationen zu fördern und zu nutzen, ohne den Schutz der Verbraucher zu vernachlässigen.

Dafür muss die Politik klären, ob und wie sie die digitalen Geschäfte regulieren will. Derzeit versucht das BMWi, die Meinung der interessierten Öffentlichkeit einzuholen und daraus eine politische Linie zu bilden. Auf Onlineplattformen könnten in Deutschland schwere Zeiten zukommen.

Um diesen neuen, innovativen Geschäftsmodellen auch hierzulande den nötigen Raum für ihre Entwicklung zu geben, ist jetzt unter anderem Folgendes wichtig:

  • Die Politik sollte deutsche Sonderlösungen vermeiden. Diese können für international agierende Onlineplattformen einen hohen bürokratischen Aufwand und Rechtsunsicherheit bedeuten. Das gilt vor allem für die nationale Umsetzung der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung.
  • Für kleine Onlineplattformen mit geringen Nutzerzahlen sollten regulatorische Ausnahmeregelungen geschaffen werden, um deren Innovationskraft zu stärken.
  • Jeder Nutzer sollte zudem in seiner „digitalen Verantwortung“ gestärkt werden und schon in der Schule lernen, mit seinen Daten in der digitalen Welt sorgsam umzugehen.
  • Auch könnte die Transparenz von Onlineplattformen gefördert werden, etwa durch Vorlagen für einfach verständliche AGBs, die von jungen Unternehmen nur noch angepasst werden müssen.

Die innovative Kraft digitaler Unternehmen könnte somit dem Wirtschaftsstandort Deutschland nutzen, ohne dabei den Schutz der Verbraucher zu vernachlässigen.

Ansprechpartner

Lernen und Arbeiten in der digitalen Welt
Veranstaltung, 11. Mai 2017

62. Bildungspolitisches Treffen Lernen und Arbeiten in der digitalen WeltArrow

Die Digitalisierung erschließt immer mehr Bereiche unseres Lebens und beruflichen Wirkens. Auf dem 62. Bildungspolitischen Treffen möchten wir mit Ihnen darüber diskutieren, welche Potenziale und Herausforderungen die Digitalisierung mit sich bringt und welche Ansatzpunkte sich für Politik, Wirtschaft und Forschung bieten. mehr

Digitaler Binnenmarkt
IW-Nachricht, 10. März 2017

Digitaler Binnenmarkt Flickenteppich DatenschutzrechtArrow

Daten sind die wichtigste Währung und Ressource der Digitalisierung sowie die Grundlage für zahlreiche Innovationen. Ein europaweit einheitlicher Rechtsrahmen zur Datennutzung ist deshalb wichtiger denn je – vor allem mit Blick auf personenbezogene Daten. Die geplante Übertragung der EU-Datenschutzgrundverordnung in deutsches Recht könnte jedoch das Gegenteil bewirken. mehr

Wettbewerbsrecht 2.0
IW-Nachricht, 9. März 2017

Wettbewerbsrecht 2.0 Nicht gut genugArrow

Die Bundesregierung möchte den Wettbewerb in der digitalisierten Wirtschaft schützen und ändert auch aus diesem Grund das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Die Novelle überzeugt nicht in allen Punkten. mehr