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Werkverträge werden tagtäglich tausendfach abgeschlossen: Wenn eine Reinigungsfirma mit der Reinigung von Büros beauftragt wird oder ein Logistikunternehmen Waren anliefert, handelt es sich oft um einen Werkvertrag. Die ökonomische Idee dahinter ist, dass spezialisierte Anbieter Produkte und Dienstleistungen besser und effizienter herstellen können als der Abnehmer. Diese gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung ist die wesentliche Triebfeder für Produktivitätszuwächse, die ihrerseits darüber bestimmen, inwieweit Wohlstand zu- oder abnimmt.

Die Idee, dass Anbieter und Abnehmer von Werkvertragsleistungen die gleichen Löhne zahlen müssen, ist abwegig. Vielmehr ist es vollkommen normal, wenn Tätigkeiten in unterschiedlichen Branchen unterschiedlich entlohnt werden. Schließlich haben viele Werkvertragsunternehmen eigene Branchenverbände, die eigene Tarifverträge abgeschlossen haben. Die vom Petitionsausschuss ins Spiel gebrachte Regelung würde massiv in die Tarifautonomie der Anbieter von Werkvertragsleistungen eingreifen, da sie sich dann ja grundsätzlich an den Tarifen ihrer Kunden orientieren müssten. Dies wäre angesichts der 70.000 geltenden Tarifverträge in Deutschland nicht praktikabel. Unklar ist zudem, wie mit Vorleistungen zu verfahren wäre, die aus dem Ausland bezogen werden.

Statt mehr Gerechtigkeit herbeizuführen, gefährdet der Vorschlag Deutschlands Wohlstand. Denn der Plan würde dazu führen, dass in vielen Bereichen keine Werkverträge mehr zustande kommen. Unternehmen wären aber schlicht nicht wettbewerbsfähig, wenn sie ein Produkt vom Anfang bis zum Ende komplett selbst herstellen müssten.

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IW-Gewerkschaftsspiegel, 8. Juni 2017

Adam Giza Tarifbindung: Jeder Zweite bekommt TarifentgeltArrow

Zur Schätzung des Anteils tarifgebundener Arbeitnehmer in Deutschland wurde bisher auf das IAB-Betriebspanel und die Verdienststrukturerhebung zurückgegriffen. Mit dem Sozio-oekonomischen Panel steht nun eine dritte Datenbasis zur Verfügung. Danach wurde 2015 knapp jeder zweite Arbeitnehmer nach einem Tarifvertrag bezahlt. mehr

7. Juni 2017

Kommentar von Ulrike Detmers „Wir sind noch nicht auf der Zielgeraden“Arrow

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist zwar vorangekommen, aber noch lange nicht erreicht. Dieses Fazit zieht Ulrike Detmers, Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin der Mestemacher-Gruppe. Im iwd-Kommentar benennt die BWL-Professorin fünf notwendige Prämissen, die Frauen den Weg ins Topmanagement ebnen. mehr auf iwd.de

6. Juni 2017

Christiane Flüter-Hoffmann Topmanagerinnen: Vorbild USAArrow

In Deutschland werden zwar nach und nach mehr Führungspositionen mit Frauen besetzt, doch ins Topmanagement dringen nur wenige vor. Andere Länder sind da schon deutlich weiter. Vor allem in den Vereinigten Staaten gibt es viele Managerinnen, die als Geschäftsführerin oder im Vorstand Verantwortung übernehmen. mehr auf iwd.de