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Insgesamt landet Deutschland nur auf Rang 25 der untersuchten 183 Länder, wenn es darum geht, wie einfach es der Staat einem Unternehmen macht, seine Geschäfte zu betreiben. In der Spitzengruppe finden sich traditionell die Angelsachsen, aber auch Dänemark und andere skandinavische Staaten schneiden gut ab. Schaut man in die Detailbewertungen, so reicht es für Deutschland bei der Gründung eines Unternehmens nur für Rang 84. Die Arbeitsmarktregulierung erhält mit Platz 158 sogar eines der schlechtesten Rankings – es droht vor allem im Aufschwung zum Klotz am Bein zu werden.Dass es insgesamt immerhin noch ins Mittelfeld der bewerteten Industrieländer reicht, liegt an den günstigen Rahmenbedingungen für die Unternehmensfinanzierung und den internationalen Handel. Der beste Platz wird bei der Durchsetzung von Verträgen erreicht, das deutsche Rechtssystem schafft es hier auf Rang 7.

Insgesamt wird Deutschland nicht etwa schlechter, sondern die anderen werden besser. So sind hierzulande noch immer neun Genehmigungen und Anmeldungen notwendig, um eine produzierende GmbH in Gang zu bringen – dafür werden 18 Tage veranschlagt. Frankreich hat die notwendige Bürokratie drastisch vereinfacht und wird in dieser Rubrik mit Rang 22 belohnt – 62 Plätze vor dem Nachbarn im Osten.

9. August 2017

Klaus-Heiner Röhl Bürokratie in Deutschland: Die KostenkrakeArrow

Die bürokratischen Belastungen, die die Unternehmen aufgrund von Bundesgesetzen stemmen müssen, sind in den vergangenen zehn Jahren gesunken. Zuletzt kam der Fortschritt in Sachen Bürokratieabbau allerdings nur noch schleppend voran, was angesichts der Flut von neuen Verordnungen kaum verwundert – schließlich verabschiedete allein der Bundestag 2016 annähernd 150 neue Gesetze. mehr auf iwd.de

Gerechtigkeitspolitische Handlungsfelder in Deutschland: relevante Probleme angemessen angehen
IW policy paper, 19. Juni 2017

Christina Anger / Michael Hüther / Hans-Peter Klös / Judith Niehues / Klaus-Heiner Röhl / Holger Schäfer Gerechtigkeitspolitische Handlungsfelder in DeutschlandArrow

Zentrale verteilungspolitische Indikatoren in Deutschland haben sich seit dem Jahr 2005 wieder normalisiert oder sogar strukturell verbessert. Dennoch bleiben mindestens drei zentrale Herausforderungen. mehr

Interview, 1. Juni 2017

Michael Hüther in return „Was deutsche CEOs bewegt”Arrow

Welche Probleme bereiten deutschen Managern Kopfzerbrechen? Dieser Frage ist das IW Köln nachgegangen und zu dem Schluss gelangt: Vor allem die unsichere politische Lage rund um den Globus. Warum das so ist und ob die Sorgen berechtigt sind, erklärt IW-Direktor Michael Hüther im Interview mit dem Magazin return. mehr